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Architektur

Architektur in Bagdad

Bagdad, die Hauptstadt des Irak, vereint in seiner Architektur Jahrtausende: Der sasanidische Taq-i Kisra in Ctesiphon zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Region, während der Victory Arch und der Bagdad Tower das 20. Jahrhundert repräsentieren. Religiöse Bauten wie die Al-Kadhimiya Moschee, die Abu Hanifa Moschee und die AlKhulafa Moschee prägen das Stadtbild ebenso wie die Kathedrale Saint Gregory the Illuminator. Markante Brücken — darunter die 14th of July Bridge und die Al-Sarafiya Bridge — überspannen den Tigris, und der Firdos Square bildet einen zentralen urbanen Knotenpunkt dieser vielschichtigen Metropole.

30 Orte · Bagdad, Irak · Redaktionell kuratiert

  • Abu-Hanifa-Moschee

    Abu-Hanifa-Moschee

    Bagdad

    Wissen

    Die Abu-Hanifa-Moschee, auch „Moschee des Größten Imams", ist die bedeutendste sunnitische Moschee Bagdads. Sie wurde von den Osmanen während ihrer über 400-jährigen Herrschaft über den Irak um das Grab des Rechtsgelehrten Abu Hanifa an-Numan errichtet — Gründer der hanafitischen Rechtsschule, der meistverbreiteten Rechtschule des sunnitischen Islam. Die Moschee im Stadtteil Adhamiyya ist ein zentraler Wallfahrtsort für Hanafiten weltweit. In jüngerer Geschichte war das Viertel mehrfach Schauplatz von Kämpfen zwischen irakischen Aufständischen und US-Truppen.

  • al-Chulafā'-Moschee

    al-Chulafā'-Moschee

    Bagdad

    Geschichte

    Die al-Chulafa-Moschee ist die aelteste noch erhaltene Moschee Bagdads. Erstmals 908 n. Chr. in der Abbasidenzeit erbaut, wurde sie in den 1960ern rekonstruiert. Sie liegt im al-Rusafa-Viertel an der Jumhuriya Street und ist eine der wenigen baulichen Verbindungen zur fruehen islamischen Geschichte Bagdads.

  • Al-Kazimiyya-Moschee

    Al-Kazimiyya-Moschee

    Bagdad

    Die Al-Kazimiyya-Moschee im Bagdader Vorort Kazimiyya ist einer der heiligsten schiitischen Pilgerstaedte weltweit. Der goldene Schrein beherbergt die Graeaber des siebten und neunten Imams des Zwolfer-Schiismus: Musa al-Kadhim und seines Enkels Muhammad al-Jawad. Auch bedeutende islamische Gelehrte wie Schaich Mufid und Nasir ad-Din at-Tusi sind hier begraben. Tausende Pilger besuchen taegliche die Staedte, die in glaenzenden Goldkuppeln thront und vom Tigris umgeben ist.

  • As-Sarrafiya-Brücke

    As-Sarrafiya-Brücke

    Bagdad

    GeschichteWissen

    Die As-Sarrafiya-Brucke ist eine etwa 460 m lange Brucke uber den Tigris in Bagdad, 1946 von britischen Ingenieuren als kombinierte Auto- und Eisenbahnbrucke errichtet und 1951 fertiggestellt. Sie verbindet das sunnitische Stadtviertel Waziriya im Osten mit dem schiitischen Viertel Utifiya im Westen. Im April 2007 wurde sie durch einen Bombenanschlag teilweise zerstort und anschliessend repariert.

  • Brücke des 14. Juli

    Brücke des 14. Juli

    Bagdad

    NaturGeschichteGeheimtipps

    Die Brücke des 14. Juli überspannt den Tigris mitten in Bagdad und verbindet zwei bedeutende Stadtteile miteinander. Errichtet 1961, trägt sie den Namen des Datums, an dem die irakische Monarchie durch die Julirevolution gestürzt wurde — ein Datum, das tief ins kollektive Gedächtnis des Landes eingebrannt ist. Die Brücke führt vom Platz des 14. Juli in Karch, einst Teil der Grünen Zone, hinüber in den Stadtteil Karrada auf der Tigrisschleife. Heute ist sie eine der meistbefahrenen Verbindungen in der Millionenmetropole und ein stiller Zeuge der turbulenten Geschichte Bagdads.

  • Firdos-Platz

    Firdos-Platz

    Bagdad

    GeschichteGeheimtippsWissen

    Der Firdos-Platz im Zentrum Bagdads ist ein scheinbar gewöhnlicher Stadtplatz, dem durch ein einziges Ereignis weltgeschichtliche Bedeutung zuteil wurde: Am 9. April 2003, während der US-amerikanischen Invasion des Irak, wurde hier vor laufenden Fernsehkameras die größte Saddam-Hussein-Statue des Landes gestürzt. Das Bild des zu Fall gebrachten Diktators ging um die Welt und wurde zum ikonischen Symbol für den Zusammenbruch des Baath-Regimes. Heute ist der Platz wieder ein gewöhnlicher Knotenpunkt im Stadtverkehr Bagdads – ohne Statue, ohne Denkmal. Seine Bedeutung liegt ausschließlich in diesem historischen Moment, der ihn für immer in das kollektive Gedächtnis des frühen 21. Jahrhunderts eingeschrieben hat.

  • Kathedrale des Heiligen Gregor des Erleuchters

    Kathedrale des Heiligen Gregor des Erleuchters

    Bagdad

    Kultur

    Die Kathedrale des Heiligen Gregor des Erleuchters ist eine armenisch-apostolische Kirche im Herzen Bagdads, 1957 geweiht. Sie dient als Kathedrale des armenischen Erzbistums Bagdad – einer der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt mit jahrhundertelanger Präsenz im Irak. Der Heilige Gregor der Erleuchter gilt als Begründer des armenischen Christentums im 4. Jahrhundert, und die Kirche trägt seinen Namen als Zeichen dieser uralten Tradition. Am Tayaran-Platz im Stadtteil Bab al-Sharqi gelegen, ist sie heute ein stiller Zeuge armenischer Geschichte im Nahen Osten.

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