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Kultur

Kultur in Oslo

Oslo verbindet historische Substanz mit literarischem Erbe auf engem Raum. Die Akershus Festung prägt die Stadtsilhouette seit dem Mittelalter, während Orte wie der Birkelunden oder der Alexander Kiellands plass das kulturelle Leben der Viertel widerspiegeln. Bedeutende norwegische Schriftsteller wie Bjørnstjerne Bjørnson, Arne Garborg und Arnulf Øverland (1889–1968) sind hier greifbar präsent – durch Gräber, Gedenkorte und benannte Plätze. Das Colosseum Kino steht für die Kinokultur der Stadt, Bislett Stadion für ihre Veranstaltungsgeschichte. Blaafarveværket ergänzt das Bild als historische Industriekulturstätte im Umland.

30 Orte · Oslo, Norwegen · Redaktionell kuratiert

  • Alexander Kiellands plass

    Alexander Kiellands plass

    Oslo

    NaturGeheimtipps

    Der Alexander Kiellands plass ist ein belebter Platz und Park im Herzen des Osloer Stadtteils Grünerløkka, einem der lebendigsten und kreativsten Viertel der Stadt. Benannt nach dem bedeutenden norwegischen Autor Alexander Lange Kielland, der im 19. Jahrhundert mit sozialkritischen Romanen berühmt wurde, ist der Platz heute ein beliebter Treffpunkt für Anwohner. Im Sommer füllt er sich mit Cafégästen, spielenden Kindern und Märkten, während die umgebenden Gründerzeitgebäude das Flair eines echten Kiez-Herzstücks vermitteln. Der Platz ist ein Ort, an dem das entspannte Stadtleben Oslos besonders spürbar wird.

  • Amaldus Nielsen

    Amaldus Nielsen

    Oslo

    GeschichteWissen

    Amaldus Clarin Nielsen war einer der bedeutenden norwegischen Maler des 19. Jahrhunderts. Er gehörte zur Generation norwegischer Künstler, die in Düsseldorf und Paris studierten und den Impressionismus in die nordische Malerei brachten. Seine Werke, oft Küstenlandschaften und Naturszenen, zeugen von einem feinen Sinn für Licht und Atmosphäre. Nielsen ist heute vor allem in Museumssammlungen vertreten und steht für eine Epoche, in der norwegische Künstler internationalen Anschluss suchten und fanden. Sein Schaffen ist Teil des reichen Kulturerbes der norwegischen Malerei.

  • Åmodt bru

    Åmodt bru

    Oslo

    ArchitekturNaturGeschichte+1

    Die Åmodt-Brücke ist eine unter Denkmalschutz stehende Brücke über die Akerselva im Osloer Stadtteil Grünerløkka. Die Akerselva war einst der Motor der norwegischen Industrialisierung – an ihren Ufern standen zahlreiche Textilfabriken und Mühlen, die Oslos wirtschaftlichen Aufstieg prägten. Die Brücke ist ein stilles Zeugnis dieser Epoche und heute Teil des beliebten Akerselva-Wanderwegs, der von der Mündung bis in die Waldgebiete nördlich der Stadt führt. Wer hier spaziert, bewegt sich durch eine der schönsten innerstädtischen Naturrouten Nordeuropas.

  • Arne Garborg

    Arne Garborg

    Oslo

    Wissen

    Arne Garborg, geboren als Aadne Eivindsson Garborg, war einer der wichtigsten norwegischen Autoren des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sein besonderes Verdienst lag in der Förderung des Nynorsk, der von Ivar Aasen aus den norwegischen Dialekten synthetisierten Schriftsprache, die er als literarisches und politisches Instrument verstand. Garborg schrieb Romane, Gedichte und Essays, die sich mit dem Konflikt zwischen ländlicher Tradition und städtischer Moderne auseinandersetzten – ein Thema, das in Norwegen bis heute resoniert. Er ist eine Schlüsselfigur der norwegischen Sprachpolitik und Literaturgeschichte.

  • Arnulf Øverland (1889-1968)

    Arnulf Øverland (1889-1968)

    Oslo

    Wissen

    Arnulf Øverland war einer der bedeutendsten norwegischen Lyriker und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er war auch als Maler und Übersetzer tätig und galt als eine der schärfsten intellektuellen Stimmen seiner Zeit. Besonders bekannt wurde er durch seinen mutigen Widerstand gegen den Nationalsozialismus während der deutschen Besatzung Norwegens – er wurde 1941 von der Gestapo verhaftet und ins KZ Sachsenhausen deportiert. Sein Gedicht „Du må ikke sove" (Du darfst nicht schlafen) wurde zu einem ikonischen Text des norwegischen Widerstands. Nach dem Krieg war er einer der meistgelesenen norwegischen Dichter.

  • Birkelunden

    Birkelunden

    Oslo

    NaturAktivitätenGeheimtipps

    Birkelunden ist der grüne Mittelpunkt von Grünerløkka, Oslos hippem Kultviertel auf der östlichen Seite des Akerselva. Der parkähnliche Platz — sein Name bedeutet auf Deutsch schlicht „Birkenhain" — ist von alten Birken und Kastanien überschattet und bietet Bänke, Rasenflächen und einen Musikpavillon, der im Sommer für Konzerte und Stadtfeste genutzt wird. Birkelunden ist ein Ort des Alltags: Hier treffen sich Familien, Skateboarder, Hundebesitzer und Café-Hopper, die in einer der vielen umliegenden Röstereien ihren Kaffee geholt haben. Das Viertel gilt als eines der lebendigsten in Oslo, und Birkelunden ist sein informelles Wohnzimmer.

  • Bislett Stadion

    Bislett Stadion

    Oslo

    GeschichteAktivitätenGeheimtipps

    Das Bislett Stadion im Osloer Stadtviertel Bislett ist eine Legende des Leichtathletics. Seit seiner Eröffnung 1922 wurden hier mehr Weltrekorde aufgestellt als in jedem anderen Stadion der Welt — darunter Meilensteine von Emil Zátopek, Gunder Hägg und später Sebastian Coe. Das jährliche Bislett Games gehört zur Diamond-League-Serie und zieht die weltbeste Elite an. Parallel dient das Stadion als Heimspielstätte norwegischer Fußballvereine. Das kompakte, stadtnahe Design schafft eine einzigartige Atmosphäre: Tribünen, die den Athleten auf den Fersen sind, und ein Publikum, das die Läufer förmlich nach vorn treibt.

  • Bjørn Bjørnson (1859-1942);Eileen Bjørnson (1884-1944)

    Bjørn Bjørnson (1859-1942);Eileen Bjørnson (1884-1944)

    Oslo

    GeschichteMystik

    Bjørn Bjørnson (1859–1942) war einer der bedeutendsten norwegischen Theatermacher seiner Zeit: Sohn des Literaturnobelpreisträgers Bjørnstjerne Bjørnson, wirkte er als Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Theaterintendant. Er leitete unter anderem das Nationaltheater Oslo und prägte die norwegische Bühnenkunst über Jahrzehnte. Seine Tochter Eileen Bjørnson (1884–1944) folgte ihm in die Theaterwelt. Die Grabstätte beider auf dem Osloer Friedhof ist ein stiller Ort des Gedenkens an eine Theaterdynastie, die Norwegens Kulturleben nachhaltig geprägt hat.

  • Bjørnstjerne Bjørnsons grav og Karoline, Johanne, Elisabeth

    Bjørnstjerne Bjørnsons grav og Karoline, Johanne, Elisabeth

    Oslo

    Bjørnstjerne Martinius Bjørnson war einer der herausragendsten norwegischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. 1903 erhielt er als erster Skandinavier den Nobelpreis für Literatur. Bis heute ist er vor allem dafür bekannt, die Nationalhymne Norwegens — „Ja, vi elsker dette landet" — verfasst zu haben. Bjørnson engagierte sich neben seiner literarischen Arbeit auch politisch und war Mitbegründer des Riksmålsforbundet, einer Vereinigung zur Pflege der norwegischen Schriftsprache. Sein Grab in Oslo ist eine Stätte des nationalen Gedenkens, an der Norweger und Besucherinnen der Dichternation die Erinnerung an einen Mann lebendig halten, der die norwegische Kultur wie kaum ein anderer geprägt hat.

  • Blaufarbenwerk Modum

    Blaufarbenwerk Modum

    Oslo

    GeschichteWissen

    Das Blaufarbenwerk Modum, auch Blaafarveværket genannt, wurde 1773 in Modum in der Provinz Buskerud als königliches Manufakturwerk gegründet und war der erste große Chemiebetrieb Skandinaviens. Die Anlage produzierte Kobaltblau — einen begehrten Farbstoff, der in ganz Europa für Porzellan, Glas und Gemälde verwendet wurde — und belieferte damit Abnehmer bis nach China. Auf dem Höhepunkt seiner Produktion war es eines der größten Werke seiner Art weltweit. Nach dem Niedergang der Kobaltfarbenindustrie im späten 19. Jahrhundert wurde das Gelände schrittweise zum Kulturdenkmal und schließlich zum Freilichtmuseum und Kunstgalerie umgewidmet. Heute zählt Blaafarveværket zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen Norwegens und empfängt jährlich Tausende von Besuchern mit wechselnden Ausstellungen und historischen Führungen.

  • Christian Krohg (1852-1925);Oda Krohg (1860-1935)

    Christian Krohg (1852-1925);Oda Krohg (1860-1935)

    Oslo

    Geschichte

    Christian Krohg (1852–1925) war einer der bedeutendsten norwegischen Maler seiner Zeit — Realist, Journalist und Mitglied der Skagen-Malergemeinde. Sein Gemälde „Albertine" über die Prostitution in Kristiania löste 1886 einen Skandal aus und ist bis heute ein Klassiker der norwegischen Kunstgeschichte. Seine Frau Oda Krohg (1860–1935) war selbst Malerin und prägte das Osloer Kunstleben um die Jahrhundertwende. Ihr gemeinsames Grab in Oslo ist ein schlichter Gedenkort für zwei Menschen, die das kulturelle Leben Norwegens maßgeblich mitgeprägt haben.

  • Colosseum Kino

    Colosseum Kino

    Oslo

    NachtlebenGeheimtipps

    Das Colosseum Kino im Osloer Stadtviertel Majorstuen ist seit seiner Eröffnung 1928 eines der wichtigsten Kinos Norwegens. Bekannt ist es vor allem für seinen Hauptsaal, der mit rund 800 Sitzplätzen der größte Kinosaal Oslos ist — ein echtes Filmtheater im klassischen Sinne. Über die Jahrzehnte wurde das Colosseum zu einer festen Adresse für norwegische und internationale Filmpremieren und Veranstaltungen. Der Saal mit seiner aufwendigen Ausstattung vermittelt noch heute das Flair der großen Lichtspielhäuser der Vorkriegszeit. Wer Kino als Erlebnis und nicht nur als Inhalt schätzt, ist hier richtig.

  • CORA SANDEL

    CORA SANDEL

    Oslo

    ArchitekturWissen

    Cora Sandel war eine bedeutende norwegische Schriftstellerin, die auf Riksmål schrieb und vor allem für ihre Alberte-Trilogie bekannt ist. Geboren 1880 in Oslo unter dem bürgerlichen Namen Sara Cecilia Görvell Fabricius, lebte sie viele Jahre in Frankreich, bevor sie nach Norwegen zurückkehrte. Ihre Werke beschreiben eindringlich das Leben nordischer Frauen zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zwängen. Das ihr gewidmete Denkmal in Oslo würdigt eine der wichtigsten Stimmen der norwegischen Literatur des 20. Jahrhunderts, die trotz internationaler Anerkennung in Deutschland wenig bekannt ist.

  • Deichman Bjørvika

    Deichman Bjørvika

    Oslo

    ArchitekturKulinarikGeheimtipps+1

    Die Deichman Bjørvika ist Oslos neue Hauptstadtbibliothek, 2020 eröffnet direkt am Fjord im neu entwickelten Viertel Bjørvika – nur wenige Schritte vom Opernhaus und dem Munchmuseet entfernt. Das Gebäude, entworfen vom Architekturbüro Atelier Oslo und Lundhagem, fällt durch seine gestaffelten, begrünten Terrassen auf, die zum Fjord hin offen wirken. Im Inneren erwarten Besucher rund 450.000 Medien, großzügige Lesezonen, ein Café, Makerspaces, Spielbereiche für Kinder und Veranstaltungsräume. Deichman ist eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Norwegens – gegründet 1785 – und heute gleichzeitig moderner Treffpunkt und Kulturinstitution. Der Eintritt ist frei, und das Gebäude selbst ist ein Architekturspaziergangwert.

  • Det Norske Teatret

    Det Norske Teatret

    Oslo

    Architektur

    Das Det Norske Teatret wurde am 22. November 1912 gegründet und ist das einzige große norwegische Theater, das ausschließlich auf Nynorsk und in regionalen Dialekten spielt. Gegründet in einer Zeit, als die norwegische Sprachfrage politisch heiß umkämpft war, verkörpert das Theater eine klare Haltung: die Bühne als Raum für die weniger dominante der beiden norwegischen Schriftsprachen. Hulda Garborg, Schriftstellerin und Sprachaktivistin, leitete das Haus in seinen Anfangsjahren. Heute bespielt das Theater im Zentrum Oslos mehrere Bühnen und zieht ein breites Publikum an – von klassischem Ibsen bis hin zu zeitgenössischen Uraufführungen. Es ist nicht nur ein Kulturzentrum, sondern auch ein lebendiges Symbol für die Vielfalt der norwegischen Sprache.

  • Drammenshallen

    Drammenshallen

    Oslo

    Architektur

    Die Drammenshallen ist eine Mehrzweckhalle in Drammen, einer Stadt rund 40 Kilometer südwestlich von Oslo. Seit ihrer Eröffnung 1978 dient sie als zentraler Veranstaltungsort der Stadt – für Konzerte, Sportveranstaltungen, Messen und kulturelle Events. In einer Stadt der Größe Drammens ist eine solche Halle das Herzstück des Kulturlebens: Hier finden Veranstaltungen statt, die sonst in die Hauptstadt ausweichen müssten. Die Halle ist ein fester Bestandteil des städtischen Lebens und prägt die kulturelle Identität Drammens seit Jahrzehnten.

  • Edvard Grieg

    Edvard Grieg

    Oslo

    Wissen

    Edvard Grieg (1843–1907) ist Norwegens bekanntester Komponist und einer der bedeutendsten Vertreter der Romantik in der Musik. Er wurde in Bergen geboren und ist vor allem für die Peer-Gynt-Suiten bekannt – Orchesterwerke, die er aus seiner Bühnenmusik zu Henrik Ibsens gleichnamigem Schauspiel entwickelte. Griegs Kompositionen sind tief in der norwegischen Volksmusiktradition verwurzelt, was ihnen eine unverwechselbare Klangfarbe verleiht. In Oslo erinnert eine Statue an den Nationalkünstler. Sein Wohnhaus Troldhaugen bei Bergen ist heute ein beliebtes Museum und Veranstaltungsort für Konzerte.

  • Edvard Munchs grav

    Edvard Munchs grav

    Oslo

    GeschichteWissen

    Das Grab von Edvard Munch liegt auf dem Friedhof Vår Frelsers gravlund in Oslo, einem der ältesten und bedeutendsten Friedhöfe der norwegischen Hauptstadt. Munch, der 1944 in Oslo starb, gilt als einer der einflussreichsten Maler der Moderne – sein Werk prägte den Expressionismus und hinterließ bleibende Spuren in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Über 1.700 Gemälde sowie zahllose Grafiken und Zeichnungen umfasst sein Schaffen, darunter das ikonische Bild "Der Schrei". Sein Grab ist eine schlichte, würdevolle Ruhestätte, die von Kunstliebhabern und Munch-Fans aus aller Welt besucht wird. Der Friedhof selbst ist eine grüne Oase inmitten der Stadt und beherbergt weitere bedeutende Persönlichkeiten der norwegischen Geschichte.

  • Eidsvolls plass

    Eidsvolls plass

    Oslo

    NaturGeschichte

    Der Eidsvolls plass ist ein parkähnlicher Platz direkt vor dem Storting, dem norwegischen Parlament, im Herzen von Oslos Sentrum. Benannt nach Eidsvoll, dem Ort, an dem 1814 die norwegische Verfassung unterzeichnet wurde, ist der Platz eng mit der Geschichte der nationalen Unabhängigkeit verknüpft. Auf dem Platz stehen mehrere Statuen bedeutender Persönlichkeiten der norwegischen Geschichte. Der großzügige Grünraum zieht sowohl Einheimische als auch Touristen an und dient seit jeher als bevorzugter Ort für politische Kundgebungen und Demonstrationen – direkt im Sichtfeld des Parlamentsgebäudes.

  • Einar Gerhardsens plass

    Einar Gerhardsens plass

    Oslo

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Der Einar Gerhardsens plass im Osloer Regierungsviertel ist nach Einar Gerhardsen benannt, dem einflussreichsten norwegischen Nachkriegs-Premierminister. Der Platz wurde auf tragische Weise in die Geschichte eingeschrieben, als am 22. Juli 2011 eine Autobombe explodierte und acht Menschen tötete. Es war der erste Teil des verheerenden Doppelanschlags, der auch Utøya traf. Die umliegenden Regierungsgebäude wurden schwer beschädigt und teils abgerissen. Heute erinnern Gedenkzeichen an die Opfer; der Platz steht im Zentrum der laufenden Debatte über die Neugestaltung des Regierungsviertels.

  • Erik Theodor Werenskiold (1855–1938);Sofie Werenskiold (1840 -1926)

    Erik Theodor Werenskiold (1855–1938);Sofie Werenskiold (1840 -1926)

    Oslo

    Geschichte

    Erik Theodor Werenskiold (1855–1938) zählt zu den bedeutendsten norwegischen Malern und Illustratoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Besonders bekannt ist er für seine Zeichnungen zu Asbjørnsen und Moes Sammlung norwegischer Volksmärchen sowie seine Illustrationen zu Snorres Königssagas — Werke, die das visuelle Bild norwegischer Mythologie und Geschichte über Generationen geprägt haben. Gemeinsam mit seiner Mutter Sofie Werenskiold (1840–1926) ist er auf einem Friedhof in Oslo bestattet. Die Grabstätte ist eine stille Erinnerung an einen Künstler, dessen Bildsprache bis heute in Schulbüchern und Kultureinrichtungen Norwegens präsent ist.

  • Fagerborg kirke

    Fagerborg kirke

    Oslo

    Geschichte

    Die Fagerborg kirke steht im gleichnamigen Osloer Stadtteil Fagerborg, direkt südwestlich des Stensparken gelegen. Das denkmalgeschützte Kirchengebäude wurde 1903 fertiggestellt und gehört zur 1898 gegründeten Fagerborg-Gemeinde im Bistum Oslo der evangelisch-lutherischen Norwegischen Kirche. Die Kirche ist ein charakteristisches Beispiel des norwegischen Historismus der Jahrhundertwende mit ihrem klar gegliederten Backsteinbau. Sie ist ein fester Bestandteil des Quartierlebens im westlichen Oslo und dient neben Gottesdiensten auch als Raum für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen.

  • Festung Akershus

    Festung Akershus

    Oslo

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps+1

    Die Festung Akershus ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler Norwegens und das bekannteste Wahrzeichen Oslos am Wasser. Um 1290 vom norwegischen König Håkon V. erbaut, diente sie über Jahrhunderte als königliche Residenz, Gefängnis und Militärstützpunkt. Die imposante Anlage auf der Halbinsel Akersneset überblickt direkt den Oslofjord und bietet einen der schönsten Panoramablicke der Stadt. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Festung neunmal belagert – stets erfolglos – und erlebte während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg ihre dunkelste Epoche. Heute sind Teile des Schlosses als Museum zugänglich, ein Widerstandsmuseum erinnert an die Kriegszeit, und die Außenanlagen mit ihren mittelalterlichen Mauern und Grünanlagen sind kostenlos zu besichtigen.

  • Fetsunder Gestöre

    Fetsunder Gestöre

    Oslo

    NaturGeschichte

    An der Mündung des Glomma in den See Øyeren, knapp 30 Kilometer östlich von Oslo, liegt die Fetsund Lenser – ein Zeuge aus der Blütezeit der norwegischen Holzwirtschaft. Seit 1861 wurden hier Stämme aus dem gesamten Einzugsgebiet des Glomma mit sogenannten Lenser, schwimmenden Sperrvorrichtungen, gelenkt, sortiert und für den weiteren Transport vorbereitet. Das System war so ausgeklügelt, dass täglich mehrere tausend Baumstämme durch die Anlage geschleust wurden, ohne eine einzige Maschine zu benötigen – nur Wasser, Holz und Menschenkraft. 1985 endete der Betrieb, als die Holzflößerei an der Glomma aufgegeben wurde. Heute ist die Anlage als Kulturdenkmal und Freilichtmuseum Teil des Akershus-Museums und erzählt die Geschichte einer Industrie, die Norwegen über ein Jahrhundert lang prägte. Rund um das Gelände erstreckt sich außerdem ein wertvolles Feuchtgebietszentrum, das seltene Vogelarten anzieht und als Naturlehrpfad genutzt wird.

  • Folketeaterbygningen

    Folketeaterbygningen

    Oslo

    ArchitekturGeschichteGeheimtipps

    Das Folketeaterbygningen ist ein markantes Büro- und Kulturgebäude im Herzen Oslos, gelegen zwischen dem belebten Youngstorget und der Storgata. Das Gebäude wurde am 2. April 1935 eingeweiht und trägt zwei bedeutende Mieter unter einem Dach: Es ist Hauptsitz der sozialdemokratischen Partei Arbeiderpartiet und zugleich Heimstätte des Folketeateret, einem der wichtigsten Volkstheater Norwegens. Die Verbindung von politischer Arbeiterbewegung und Volkskultur unter einem Dach ist kein Zufall — das Gebäude spiegelt die enge Beziehung zwischen der norwegischen Sozialdemokratie und dem kulturellen Leben des Landes wider. Seit 2009 steht es unter staatlichem Denkmalschutz.

  • Frammuseum

    Frammuseum

    Oslo

    NaturGeschichteGeheimtipps

    Auf der Bygdøy-Halbinsel in Oslo, wenige Minuten von der Innenstadt entfernt, steht das Frammuseum – gebaut um das eindrucksvollste Objekt, das je auf hoher See war: die Fram, das robusteste Holzschiff der Geschichte. Gebaut 1892, reiste die Fram auf drei Expeditionen weiter nach Norden und Süden als jedes andere Schiff zuvor – zuerst mit Fridtjof Nansen auf dem Weg zur Arktis, dann mit Otto Sverdrup zur Erkundung der kanadischen Arktisinseln, und schließlich 1910–1912 mit Roald Amundsen, der von Bord aus die erste erfolgreiche Expedition zum Südpol leitete. Das Museum, das 1936 eröffnete, ermöglicht es Besuchern, das vollständig erhaltene Schiff zu betreten, durch die engen Mannschaftsquartiere zu gehen und die Ausrüstung aus jener Epoche aus nächster Nähe zu erleben. Es ist eines der meistbesuchten Museen Norwegens.

  • Frognerpark

    Frognerpark

    Oslo

    NaturFamilienausflüge

    Der Frognerpark ist Oslos größter und bekanntester öffentlicher Park und beherbergt eine der außergewöhnlichsten Freiluft-Kunstanlagen der Welt: die Vigeland-Skulpturenanlage. Der norwegische Bildhauer Gustav Vigeland schuf zwischen 1926 und 1942 über 200 Skulpturen aus Bronze, Granit und Gusseisen, die alle um ein gemeinsames Thema kreisen — den menschlichen Lebenszyklus von der Geburt bis zum Tod. Zentrales Element ist der mächtige Monolith, ein 17 Meter hoher Granitblock mit ineinander verschlungenen menschlichen Figuren. Der Park ist das ganze Jahr über frei zugänglich und ein beliebter Treffpunkt der Osloer für Spaziergänge, Sport und Picknicks.

  • Grini museum

    Grini museum

    Oslo

    Geschichte

    Das Grini-Museum in der Gemeinde Bærum südwestlich von Oslo erinnert an das größte nationalsozialistische Konzentrationslager auf norwegischem Boden. Das Gelände wurde 1939 ursprünglich als Frauengefängnis gebaut, nach der deutschen Besetzung Norwegens 1940 aber rasch zum Kriegsgefangenenlager umfunktioniert. Ab dem 14. Juni 1941 betrieb die SS hier ein Konzentrationslager, in dem bis Kriegsende rund 19.000 Menschen inhaftiert waren – darunter Widerstandskämpfer, politische Gefangene und Juden. Das Museum dokumentiert mit Originalgegenständen, Fotografien und persönlichen Zeugnissen das Schicksal der Gefangenen und mahnt an die Verbrechen der Besatzungszeit. Ein Besuch ist ein wichtiger Teil des Verstehens der norwegischen Kriegsgeschichte.

  • Gude-familiens gravsted

    Gude-familiens gravsted

    Oslo

    GeschichteMystik

    Diese Grabstätte in Oslo erinnert an Hans Fredrik Gude (1825–1903), einen der bedeutendsten norwegischen Maler des 19. Jahrhunderts. Gude gehörte zur Düsseldorfer Schule und schuf romantische Landschafts- und Marinegemälde, die norwegische Fjorde und Küstenszenen in einem für seine Zeit ungewöhnlich atmosphärischen Licht zeigten. Sein Werk beeinflusste die Entwicklung einer eigenständigen norwegischen Malerei vor der Nationalromantik. Das Familiengrab ist ein stiller Ort des Gedenkens an einen Künstler, dessen Bilder weiterhin in den bedeutenden Museen Skandinaviens hängen.

  • Håkon Løken (1859-1923)1923

    Håkon Løken (1859-1923)1923

    Oslo

    Geschichte

    Dieses Denkmal in Oslo erinnert an Håkon Løken, einen norwegischen Juristen, Journalisten und Politiker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Løken war eine vielseitige Figur im öffentlichen Leben Norwegens zur Zeit der Union mit Schweden und der anschließenden Unabhängigkeit 1905. Als Jurist, Journalist und Politiker verkörperte er den bürgerlichen Intellektuellen seiner Zeit, der in mehreren gesellschaftlichen Feldern gleichzeitig tätig war. Das Monument von 1923 wurde kurz nach seinem Tod errichtet und zeugt von dem Respekt, den er in Oslo genoss. Für die meisten Besucher ist es ein Zufallsfund auf einem Spaziergang — wer ihn kennt, entdeckt ein Porträt der norwegischen Aufbruchsjahre.

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