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Geschichte

Geschichte in Seoul

Seouls Geschichte lässt sich unmittelbar erleben: Die fünf großen Joseon-Paläste – darunter Gyeongbokgung, Changdeokgung, Changgyeonggung, Deoksugung und Gyeonghuigung – zeichnen Jahrhunderte königlicher Herrschaft nach. Die Festungsmauer von Seoul (Hanyang City Wall) umspannte einst die gesamte alte Hauptstadt, während das Heunginjimun-Tor als eines ihrer markantesten Überbleibsel bis heute erhalten ist. Ergänzt wird dieses historische Bild durch moderne Wahrzeichen wie das 63 Building sowie Sportstätten wie das Gocheok Sky Dome, das Ansan Wa~ Stadium, das Incheon Football Stadium und das Incheon Munhak Stadium, die Seouls jüngere Stadtgeschichte widerspiegeln.

12 Orte · Seoul, Südkorea · Redaktionell kuratiert

  • 경희궁

    경희궁

    Seoul

    ArchitekturKultur

    Gyeonghuigung (경희궁) ist einer der fünf großen Königspaläste, die während der Joseon-Dynastie in Seoul erbaut wurden. Er liegt im westlichen Teil der Innenstadt und galt als Nebenresidenz der koreanischen Könige — vor allem in Zeiten, wenn der Hauptpalast Gyeongbokgung nicht genutzt werden konnte. Auf dem Gelände standen einst über 100 Gebäude; heute sind nach Zerstörungen durch die japanische Kolonialverwaltung (1910–1945) und den Koreakrieg nur wenige Bauten erhalten. Eine aufwendige Restaurierung brachte wichtige Pavillons und Tore zurück. Das Gelände beherbergt heute auch das Seoul Museum of History sowie einen ruhigen Park, der bei Einheimischen als Ausflugsziel beliebt ist. Gyeonghuigung ist der am wenigsten besuchte der Seouler Paläste und bietet damit ein ungestörteres Erlebnis als das touristisch überlaufene Gyeongbokgung.

  • 덕수궁

    덕수궁

    Seoul

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Deoksugung ist einer der fünf großen Königspaläste Seouls aus der Joseon-Dynastie und der einzige, der mitten im modernen Stadtzentrum liegt, umgeben von Wolkenkratzern und dem Stadtrathaus. Der Name bedeutet „Palast der dauerhaften Tugend". Ursprünglich eine königliche Villa, diente er im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert als Hauptresidenz und erlebte die stürmische Phase der japanischen Protektoratszeit. Besonders beliebt ist die Wachablöse am Haupttor Daehanmun, die täglich stattfindet. Das Palastgelände ist auch als Spazierweg unter Bäumen bekannt und bietet eine seltene Ruheoase im Herzen der Megastadt.

  • 창경궁

    창경궁

    Seoul

    ArchitekturNaturRomantik

    Changgyeonggung ist einer der fünf großen Paläste Seouls aus der Joseon-Dynastie und einer der ältesten erhaltenen Königssitze Koreas. Ursprünglich 1419 als Suganggung errichtet, erhielt er 1483 nach einem umfassenden Umbau seinen heutigen Namen. Der Palast diente als Residenz für Königswitwen und den Nachwuchs des Hofes – eine eher ruhige, familiäre Funktion im Vergleich zum repräsentativen Gyeongbokgung. Während des Imjin-Krieges Ende des 16. Jahrhunderts wurde die gesamte Anlage niedergebrannt und erst 1616 wieder aufgebaut. In der japanischen Kolonialzeit wurde das Gelände in einen Zoo und botanischen Garten umgewandelt – eine Demütigung, die erst 1983 mit der Rückführung zur Palastanlage endete. Heute sind die restaurierten Pavillons, Teiche und Gärten ein stilles Gegenstück zum touristisch stark frequentierten Gyeongbokgung, nur wenige Schritte entfernt.

  • 창덕궁

    창덕궁

    Seoul

    ArchitekturNaturGeheimtipps

    Der Changdeokgung-Palast ist einer der fünf großen Königspaläste der Joseon-Dynastie (1392–1897) und gilt als einer der schönsten erhaltenen Paläste Koreas. Er liegt im Bezirk Jongno in Seoul, östlich des Gyeongbok-Palastes, und wird daher zusammen mit dem Changgyeonggung-Palast als „Ostpalast" bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Palästen, die streng achsensymmetrisch angelegt wurden, folgt der Changdeokgung dem natürlichen Gelände – Pavillons, Teiche und Wege fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Das Herzstück ist der Biwon, der „Geheime Garten": ein weitläufiges, naturbelassenes Gartenensemble mit alten Bäumen, Teichen und Lusthäusern, das Jahrhunderte lang nur dem König und seinem Gefolge vorbehalten war. Seit 1997 gehört der Palastkomplex zum UNESCO-Weltkulturerbe. Er ist beliebt für saisonale Spaziergänge, besonders im Herbst, wenn der Biwon in Rot und Gold erstrahlt.

  • 흥인지문

    흥인지문

    Seoul

    KulturGeheimtippsMystik

    Das Heunginjimun, volkstümlich auch Dongdaemun — das Große Osttor — genannt, ist eines von ursprünglich vier großen Stadttoren der Joseon-zeitlichen Stadtmauer Seouls. Errichtet wurde das erste Tor im 14. Jahrhundert unter König Taejo, dem Gründer der Joseon-Dynastie; das heutige Bauwerk stammt aus einer Rekonstruktion des späten 19. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu den anderen großen Toren besitzt das Heunginjimun einen halbmondförmigen äußeren Schutzwall — ein architektonisches Merkmal, das es von seinen Geschwistern unterscheidet. Obwohl Seoul ringsherum gewachsen ist und das Tor heute im Herzen der Innenstadt steht, vermittelt der Bau noch immer den Charakter des historischen Stadteingangs. Es ist eines der wenigen vollständig erhaltenen Bauwerke aus der Joseon-Ära im modernen Seoul.

  • 고척스카이돔

    고척스카이돔

    Seoul

    ArchitekturAktivitäten

    Der Gocheok Sky Dome ist Südkoreas erstes und bisher einziges überdachtes Baseballstadion — ein futuristischer Bau im Seouler Stadtteil Gocheok-dong, der 2015 eröffnet wurde. Rund 16.800 Zuschauer finden hier Platz, bei Konzerten und anderen Großevents sogar bis zu 25.000. Seit 2016 sind die Kiwoom Heroes hier zu Hause, eines der beliebtesten Teams der koreanischen Profiliga. Die Kuppel schützt vor dem oft wechselhaften Wetter der koreanischen Jahreszeiten und macht das Stadion zu einem Ort, der Baseball mit komfortablem Großstadt-Erlebnis verbindet. Die Anlage ist auch für Nichtfans einen Besuch wert — Architektur, Atmosphäre und Street Food drumherum sind besonders.

  • 서울한양도성

    서울한양도성

    Seoul

    AktivitätenMystik

    Die Hanyangdoseong – auf Deutsch Festungsmauer von Seoul – ist das erhaltene Überbleibsel der Stadtbefestigung der historischen Stadt Hanyang, der Vorgängerstadt des heutigen Seoul, aus der Zeit der Joseon-Dynastie (1392–1910). Die ursprüngliche Mauer umschloss die gesamte Stadt und erstreckte sich über rund 18 Kilometer. Abschnitte der Mauer verlaufen über vier Bergzüge in der Stadt: Bugaksan, Naksan, Namsan und Inwangsan. Heute sind weite Teile restauriert und als Wanderweg erschlossen – mit atemberaubenden Ausblicken auf das moderne Seoul vor dem Hintergrund alter Mauertürme und -tore. Die Mauer ist ein nationales Kulturgut Koreas und Kandidat für das UNESCO-Welterbe.

  • Gyeongbokgung

    Gyeongbokgung

    Seoul

    ArchitekturKultur

    Gyeongbokgung – der „Palast der strahlenden Glückseligkeit" – ist der erste und prächtigste der fünf großen Königspaläste Seouls aus der Joseon-Dynastie. 1395 gegründet, diente er rund 200 Jahre als Hauptresidenz der Joseon-Könige, bevor er im Imjin-Krieg (1592–1598) durch japanische Invasoren fast vollständig niedergebrannt wurde. Erst im 19. Jahrhundert erfolgte ein groß angelegter Wiederaufbau. Der Palastkomplex mit über 500 Gebäuden und Pavillons, Teichen und zeremoniellem Garten ist eine der bedeutendsten historischen Stätten Koreas. Besonders bekannt ist die stündliche Wachablösung am Gwanghwamun-Haupttor in historischen Kostümen. Seit der Restaurierung werden stetig mehr Gebäude wiederhergestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

  • Jogyesa-Tempel

    Jogyesa-Tempel

    Seoul

    ArchitekturKultur

    Der Jogyesa-Tempel im Herzen Seouls ist das spirituelle Zentrum des koreanischen Zen-Buddhismus. 1395 unter der Joseon-Dynastie gegründet, wurde er 1936 zum Haupttempel der Jogye-Schule ernannt, der größten buddhistischen Ordensgemeinschaft Koreas. Die Haupthalle Daeungjeon beherbergt drei vergoldete Buddha-Statuen und ist von alten Weißkiefern und Platanen umgeben, die das Gebäude um Jahrhunderte überdauern. Mitten im belebten Stadtviertel Jongno-gu bietet das Tempelgelände eine unerwartete Stille inmitten der Großstadt. Besonders während der Lotuslaternenfestivals im Frühling verwandelt sich der Hof in ein farbenprächtiges Lichtermeer.

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