1 Mai
Bukarest
Geheimtipps
Bukarest überrascht mit Orten abseits der großen Touristenpfade. Der Cișmigiu-Garten mit seinem ruhigen See lädt zum Verweilen ein, während die Strada Covaci im Altstadtviertel rund um die Curtea Veche – den Alten Fürstenhof – lokales Flair versprüht. Die Calea Victoriei verbindet elegante Architektur mit dem Alltagsleben der Stadt. Der Choral-Tempel zeugt von Bukarests vielschichtiger Geschichte, und der Carol-Park bietet grüne Ruheoasen fernab des Trubels. Vom Boulevard Ion C. Brătianu bis zum Stadtteil 1 Mai zeigt die rumänische Hauptstadt ihre authentische Seite.
9 Orte · Bukarest, Rumänien · Redaktionell kuratiert
Bukarest
Bukarest
Der București Mall im Viertel Vitan war bei seiner Eröffnung 1999 das erste westlich geprägte Einkaufszentrum Rumäniens – ein Symbol für die postkommunistische Öffnung des Landes. Der mehrstöckige Komplex nahe den Stadtteilen Dudești und Văcărești brachte erstmals internationale Modeketten, ein Multiplex-Kino und ein Foodcourt-Konzept nach Bukarest. Für eine Generation, die Jahrzehnte der Mangelwirtschaft kannte, war er ein gesellschaftlicher Treffpunkt. Heute ist er eines von mehreren großen Einkaufszentren der Stadt, behält aber seinen Platz als Pionier der rumänischen Retail-Kultur.
Bukarest
Die Calea Victoriei ist Bukarests bekannteste und älteste Straße. Ihren Ursprung hat sie im Jahr 1692, als Fürst Constantin Brâncoveanu eine Verbindungsstraße anlegen ließ. Den heutigen Namen – Straße des Sieges – erhielt sie nach dem Russisch-Türkischen Krieg von 1877/78. Auf 2,7 Kilometern Länge verbindet sie den Splaiul Independenței mit der Piața Victoriei und säumt sich an historischen Palästen, Museen wie dem Nationalen Geschichtsmuseum Rumäniens und dem Cișmigiu-Garten. Heute ist die Calea Victoriei sowohl Flaniermeile als auch Einkaufsstraße mit eleganten Boutiquen und Cafés. Als Denkmal unter Schutz gestellt, ist sie das architektonische Rückgrat des historischen Bukarests.
Bukarest
Der Parcul Carol – oder Carol-Park – ist ein historischer Stadtpark auf dem Filaret-Hügel im südlichen Zentrum Bukarests. Er wurde von 1900 bis 1906 anlässlich des 40-jährigen Regierungsjubiläums von König Carol I. nach Plänen des französischen Landschaftsarchitekten Édouard Redont angelegt. Zur Anlage gehörten ursprünglich eine Landesausstellung mit Gebäuden aus verschiedenen Regionen Rumäniens, ein See, Hügel und romantische Wege. Im Kommunismus wurde der Park umgestaltet und erhielt zeitweise den Namen Parcul Libertații; das Mausoleum für sozialistische Helden überlagert heute Teile des historischen Geländes. Trotzdem ist der Park einer der stimmungsvollsten Grünflächen der Stadt.
Bukarest
Der Cathedral Plaza ist ein 75 Meter hohes Bürohochhaus im historischen Zentrum Bukarests, nahe der Kathedrale des Heiligen Josef. Das 19-stöckige Gebäude wurde 2010 fertiggestellt, aber nie bezogen – angeblich fehlen bis heute gültige Baugenehmigungen. Es steht als stummer Koloss mitten im Stadtkern und ist ein viel diskutiertes Symbol der Planungs- und Regulierungsdefizite im rumänischen Immobilienmarkt. Für Stadtbeobachter und alle, die sich für urbane Fehlentwicklungen interessieren, ist es ein bemerkenswertes, wenn auch unfreiwilliges Denkmal der Nachwende-Stadtgeschichte Bukarests.
Bukarest
Der Choral-Tempel in Bukarest ist die größte Synagoge Rumäniens. Er steht im III. Sektor an der Strada Sfânta Vineri und wurde 1866 im maurischen Revivalstil erbaut – einem damals in Europa für jüdische Sakralbauten populären Stil. Jeweils 300 Sitzplätze für Männer und Frauen machen ihn zu einem der imposantesten jüdischen Gotteshäuser Südosteuropas. Das Gebäude überstand das 20. Jahrhundert mit seinen schwierigen Kapiteln und ist heute ein lebendiges Zeugnis der einst großen jüdischen Gemeinde Bukarests.
Bukarest
Der Cișmigiu-Park ist der älteste und mit knapp 15 Hektar zugleich größte öffentliche Park im Zentrum von Bukarest. Er wurde im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild europäischer Landschaftsgärten angelegt und umgibt einen künstlichen See, auf dem im Sommer Boote fahren und im Winter Schlittschuh gelaufen wird. Mit seinen Alleen, Denkmälern und Kaffeehäusern war er seit jeher ein Ort des städtischen Lebens. Heute ist er ein grüner Ruhepol mitten im Trubel der Innenstadt.
Bukarest
Der Cișmigiu-See ist ein künstlicher See im Herzen von Bukarest, eingebettet in den Cișmigiu-Park. Er ist etwa 1,3 Kilometer lang, 50 Meter breit und nur 1 bis 2 Meter tief. Im Winter wird der See künstlich abgelassen und das Seebett verwandelt sich in eine öffentliche Eislaufbahn. Im Sommer kann man auf dem See Boot fahren. Der angrenzende kleinere Lebedelor-See ist für Wasservögel reserviert. Der Park gehört zu den beliebtesten Erholungsgebieten der Bukarester Innenstadt.
Bukarest
Curtea Veche, der Alte Fürstenhof, war die Residenz von Vlad III. Drăculea – dem historischen Vlad dem Pfähler – im Zentrum von Bukarest. Der Palast wurde um 1459 erbaut und diente als Herrschaftssitz der walachischen Fürsten bis ins 18. Jahrhundert. Archäologische Ausgrabungen begannen 1953 und legten Mauern, Grundrisse und mittelalterliche Fundstücke frei. Die Ruinen sind heute ein öffentliches Museum der Stadtgeschichte von Bukarest. Wer sich für die reale Geschichte hinter dem Dracula-Mythos interessiert, kommt hier an den Ursprung.
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