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北京古观象台

Auch bekannt als: Beijing gu guanxiangtai

Das Alte Observatorium von Peking liegt auf einem fast neun Meter hohen Stueck Stadtmauer suedoestlich der Verbotenen Stadt und wurde 1442 unter dem Yongle-Kaiser der Ming-Dynastie errichtet. Vor der Erfindung des Teleskops diente es der praezisen Positionsbestimmung von Sonne, Mond und Planeten - der chinesische Kalender richtete sich danach, und ein falsches Datum konnte den Kaiser politisch viel kosten. Ab dem 17. Jahrhundert uebernahmen jesuitische Astronomen wie Ferdinand Verbiest die Leitung und ergaenzten die mittelalterlichen chinesischen Instrumente um europaeisch-jesuitische Bronzeinstrumente - Aequatorialkreis, Theodolit, Quadrant - die bis heute auf der Plattform stehen. 1900 wurden die Geraete von deutschen und franzoesischen Truppen geplündert und erst nach dem Ersten Weltkrieg zurueckgegeben. Heute ist das Observatorium Aussenstelle des Pekinger Planetariums und ein ruhiger Stopp inmitten des Verkehrs.

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