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Ruinen der Nationalbibliothek Belgrad (1941)

Belgrad

Reste der 1832 gegründeten Nationalbibliothek Serbiens, die 1941 bei deutschen Luftangriffen mit unersetzlichen Handschriften zerstört wurde.

Die Serbische Nationalbibliothek wurde 1832 auf Befehl von Fürst Miloš Obrenović gegründet und war von Anfang an das bedeutendste Archiv des Landes. In ihrer Sammlung befanden sich mittelalterliche Handschriften aus dem 12. Jahrhundert, frühneuzeitliche Inkunabeln und Millionen weiterer Dokumente. Am 6. April 1941 zerstörten deutsche Luftangriffe einen Großteil des Gebäudes und der unersetzlichen Bestände — darunter Manuskripte, die nirgendwo sonst dokumentiert waren. Der Tag gilt als einer der dunkelsten in der serbischen Kulturgeschichte. Heute erinnern die erhaltenen Ruinenreste und ein nahe gelegener Neubau an diese Vernichtung. Der Ort ist ein stilles Mahnmal dafür, was Krieg mit dem kulturellen Gedächtnis eines Volkes anrichten kann.

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