Abtei Bellapais
Nikosia
Die Torhalle des Klosters Lorsch, um 800 errichtet, gilt als eines der bedeutendsten erhaltenen Bauwerke der Karolingerzeit und steht seit 1991 auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Kloster selbst wurde um 764 gegründet und stieg schnell zu einem der mächtigsten Reichsklöster des Frankenreichs auf — Karl der Große besuchte es mehrfach, und seine Bibliothek beherbergte mit dem Lorscher Kodex einen der herausragenden Schätze mittelalterlicher Buchkunst. Nach dem Übergang an Kurmainz und später die Kurpfalz wurde das Kloster 1564 im Zuge der Reformation aufgehoben; die meisten Bauten verfielen oder wurden abgetragen. Heute stehen auf dem weitläufigen Gelände die charakteristische Torhalle mit ihrem kleinteiligen Blendbogendekor aus Sandstein, die Überreste der karolingischen Klosterkirche sowie ein Freilichtmuseum mit rekonstruierten Kräutergärten. Der Besucher begegnet einer der ruhigsten und atmosphärisch dichtesten Ruinenanlagen Deutschlands.
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