Aigai
Izmir
Al-Hira war die Hauptstadt des arabischen Lachmiden-Königreichs und lag am unteren Euphrat, wenige Kilometer südlich der heutigen Stadt Nadschaf. Als Grenzpuffer zwischen dem sassanidischen Perserreich und der arabischen Halbinsel blühte die Stadt in der Spätantike als Handels- und Kulturzentrum auf. Im Jahr 602 fiel sie an den Sassanidenkönig Chosrau II., und nur drei Jahrzehnte später, 633, eroberte Chālid ibn al-Walīd die Stadt im Zuge der frühislamischen Expansion. Bis ins 10. Jahrhundert blieb die Siedlung bewohnt, bevor sie in Vergessenheit geriet. Heute sind von der einstigen Hauptstadt kaum oberirdische Reste erhalten; das Gelände ist vor allem für Archäologen und Historiker von Interesse, die die vorislamische arabische Stadtkultur erforschen.
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