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Altıntepe — türkisch für „Goldener Hügel" — ist ein Siedlungs- und Kultort im ostanatolischen Hochland nahe Erzincan, der die westlichste bekannte Residenzstadt des Urartäischen Reiches markiert. Die Anlage datiert in die zweite Hälfte des 8. bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. und umfasst einen Turmtempel, gut erhaltene Grabkammern sowie Reste eines Palastkomplexes. Erst 1938 entdeckt und ab 1959 systematisch ausgegraben, lieferte der Hügel bemerkenswerte Fundstücke: Bronzegefäße und Fragmente farbiger Wandmalereien, die heute einen seltenen Einblick in die Hofkultur des Urartäischen Reiches auf seiner westlichsten Ausdehnung geben. Der Hügel war von der Frühen Bronzezeit bis ins Mittelalter durchgehend besiedelt — eine stratigraphische Tiefe, die ihn auch für Nichtspezialisten zu einem faszinierenden Zeugnis anatolischer Siedlungsgeschichte macht.
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