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Anio Novus

Der Anio Novus war eine der leistungsfähigsten Wasserleitungen des antiken Roms, in Betrieb genommen unter Kaiser Claudius im Jahr 52 n. Chr. und von Kaiser Trajan später erweitert. Mit einer Länge von rund 87 Kilometern und einer Einzugshöhe von bis zu 272 Metern über dem Meeresspiegel transportierte sie Wasser aus dem Aniene-Tal in den Apenninen nach Rom — mit so hohem Druck, dass sie die meisten Stadtgebiete auf den Hügeln erreichen konnte. Die erhaltenen Bogenreihen bei Gabii geben heute einen greifbaren Eindruck von der Dimensionierung römischer Ingenieurbaukunst: Mehrere übereinander gestapelte Arkadenreihen aus Opus-Mauerwerk durchziehen die Landschaft als malerische Ruinen. Als italienisches Nationalmonument geschützt, ist die Anlage ein stilles Zeugnis des antiken Wassermanagements.

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