Aaiha
Damaskus
UNESCO-Weltkulturerbe im Libanon: Umayyaden-Ruinen aus dem 8. Jahrhundert in einer armenischen Diaspora-Stadt im Bekaa-Tal.
Anjar ist eine kleine Stadt im Bekaa-Tal des Libanon nahe der syrischen Grenze, deren Bevölkerung fast ausschließlich aus armenischen Nachkommen besteht – Familien, die nach dem Armenischen Genozid hierher kamen. Direkt bei der Stadt liegen die Ruinen einer frühislamischen Umayyaden-Siedlung aus dem 8. Jahrhundert, die 1984 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurden. Das Ausgrabungsgelände zeigt eine der wenigen erhaltenen geplanten Städteanlagen aus der Umayyadenzeit: Paläste, Moschee, Hamam und ein Straßenraster in der Tradition des römischen Castrums. Die Kombination aus armenischer Gegenwartskultur und frühislamischer Ausgrabungsstätte macht Anjar zu einem ungewöhnlichen Reiseziel.
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