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Aokigahara

Aokigahara ist ein rund 35 Quadratkilometer großer Wald am nordwestlichen Fuß des Fuji in der Präfektur Yamanashi, gewachsen auf erkalteter Lava des Vulkanausbruchs von 864 n. Chr. Das Unterholz ist so dicht und der Boden so uneben, dass selbst kurze Abweichungen vom Weg zur Orientierungslosigkeit führen können — verstärkt durch magnetische Anomalien des Lavagesteins, die Kompass und GPS stören. In der japanischen Volksüberlieferung gilt der Wald als Aufenthaltsort von Yūrei, also ruhelos umherziehenden Geistern, ein Image, das durch Ueda Akaris Roman 'Kuroi Jukai' (1960) und zahlreiche westliche Horrorproduktionen international verstärkt wurde. Seit Jahrzehnten ist er auch als Suizidort bekannt; regelmäßige Patrouillen und Informationstafeln an den Eingängen gehören zur heutigen Realität des Waldes. Trotz seiner schweren Konnotationen ist er Teil eines UNESCO-Welterbegebietes und bietet Wanderwege sowie Lavahöhlen, die in begleitetem Rahmen erkundet werden können.

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