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Archikatedra pw. Wniebowzięcia NMP i św. Wojciecha

Die Erzkathedrale auf dem Lech-Hügel in Gniezno ist die Mutterkirche des polnischen Christentums und Sitz des Primas von Polen. Bereits im 10. Jahrhundert stand hier ein sakraler Bau; die heutige gotische Backsteinkathedrale entstand im 14. und 15. Jahrhundert auf den Fundamenten ihrer Vorgänger. Im Jahr 1000 empfing Kaiser Otto III. hier Bolesław I. den Tapferen — ein Treffen, das als Gnesener Akt in die Geschichte einging und die politische wie kirchliche Eigenständigkeit Polens begründete. Im Inneren ruht das Grab des heiligen Adalbert (Wojciech), des Märtyrer-Bischofs und Schutzpatrons Polens, dessen silberner Reliquienschrein aus dem 17. Jahrhundert im Hochaltar thront. Die bronzenen Gnesenertüren aus dem 12. Jahrhundert, die in 18 Relieffeldern das Leben des heiligen Adalbert schildern, gelten als eines der bedeutendsten Kunstwerke des europäischen Mittelalters.

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