Arslan Tash
Şanlıurfa
Das Artemision von Ephesos — heute eine weitgehend überwucherte Ruinenstätte am Rand des türkischen Selçuk — gehörte in der Antike zu den Sieben Weltwundern und war in seiner Blütezeit der größte Tempelbau der griechischen Welt. Der ionische Marmortempel, dem lokalen Kult der Artemis Ephesia geweiht, soll laut Überlieferung von den Amazonen gegründet worden sein; historisch gesichert ist, dass er 356 v. Chr. von Herostratos in Brand gesteckt wurde — ausgerechnet in der Nacht, in der Alexander der Große geboren wurde, wie antike Autoren notierten. Nach dem Brand wurde er noch prachtvoller wiederaufgebaut, bevor er im 3. Jahrhundert n. Chr. durch einen Gotenüberfall und schließlich im frühen Christentum endgültig zerstört wurde. Heute steht auf dem Areal nur noch eine einzige rekonstruierte Säule inmitten eines Sumpffeldes, umgeben von verstreuten Kapitellen und Fundamentblöcken — ein bewusst karges Bild, das die Diskrepanz zwischen einstigem Weltwunder und heutigem Zustand eindrücklich vor Augen führt. Das Gelände ist von April bis September täglich bis 19 Uhr geöffnet.
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