Alalach
Antakya
Aššur, am westlichen Ufer des Tigris im heutigen Nordirak gelegen, war die erste Hauptstadt und heilige Stadt der Assyrer — eine Zivilisation, die die gesamte Kultur des Alten Orients nachhaltig prägte. Die Siedlung reicht mindestens bis ins dritte Jahrtausend vor Christus zurück, womit Aššur zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Städten der Menschheitsgeschichte zählt. Der Name der Stadt war zugleich Name des obersten assyrischen Staatsgottes, was ihre religiöse Sonderstellung unterstreicht. Seit 2003 steht die Stätte auf der UNESCO-Welterbeliste — allerdings auch auf der Roten Liste des gefährdeten Erbes, da der Mossul-Staudamm weite Teile der archäologischen Zone regelmäßig überflutet. Freigelegt wurden Tempelanlagen, Stadtmauern und Königsgräber aus Lehmziegeln; deutsche Ausgrabungen unter Walter Andrae Anfang des 20. Jahrhunderts legten die Grundlagen der modernen Assyriologie.
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