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Basilika der sechsundzwanzig heiligen Märtyrer Japans

Die Ōura-Kirche in Nagasaki ist die einzige Kirche Japans, die als Nationalschatz eingestuft ist, und seit 2018 Teil der UNESCO-Welterbestätte der verborgenen christlichen Stätten in der Region Nagasaki. Das neogotische Backsteingebäude wurde 1863 errichtet — kurz nach dem Ende der japanischen Abschließungspolitik — und ist den 26 Märtyrern von Nagasaki gewidmet, die 1597 auf Befehl Toyotomi Hideyoshis gekreuzigt wurden. Wenige Jahre nach der Kirchweihe ereignete sich hier das sogenannte 'Wunder von Urakami': Angehörige einer über Jahrhunderte im Verborgenen lebenden christlichen Gemeinde traten 1865 vor den französischen Missionar Pater Petitjean und bekannten öffentlich ihren Glauben — ein historischer Moment, der in der Kirchengeschichte als Wiederentdeckung der Kakure Kirishitan gilt. Als Konkathedrale des Erzbistums Nagasaki ist die Basilika bis heute ein aktiver Gottesdienst- und Wallfahrtsort, der europäische Neogotik und japanische Märtyrergeschichte auf einzigartige Weise verbindet.

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