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Burg Montségur

Auf einem 1207 Meter hohen Felsdom in den östlichen Pyrenäen thronen die Ruinen von Montségur, letzter Zufluchtsort der Katharer und Kulisse eines der dramatischsten Ereignisse des mittelalterlichen Frankreich. Die heutige Ruine ist nicht die ursprüngliche Katharerburg, sondern ein königlicher Festungsbau, der nach der Belagerung von 1244 an gleicher Stelle errichtet wurde. In jenem März 1244 kapitulierten rund 200 Katharer nach neunmonatiger Belagerung durch die Truppen des Albigenserkreuzzugs — sie verweigerten den Widerruf ihres Glaubens und wurden am Fuß des Berges auf einem einzigen Scheiterhaufen verbrannt. Dieser Massenmord besiegelte das Ende der Katharerbewegung in Okzitanien. Heute erfordert der Besuch einen steilen, etwa 45-minütigen Aufstieg auf Pfaden ohne Absicherung — Wheelchair-Zugang ist nicht möglich — der sich mit Blicken über die Ariège-Täler und in die Pyrenäen belohnt. Um die Burg ranken sich bis heute Legenden über einen angeblich entflohenen Katharerschatz und Verbindungen zum Heiligen Gral.

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