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Burgruine Münzenberg

Die Burgruine Münzenberg thront auf einem 239 Meter hohen Basaltkegel in der hessischen Wetterau und gilt als eine der bedeutendsten hochmittelalterlichen Burganlagen Deutschlands. Seit 1162 urkundlich belegt, war sie Stammsitz der Herren von Münzenberg, einem der mächtigsten Adelsgeschlechter der Stauferzeit; nach dem Aussterben der Familie im frühen 13. Jahrhundert teilten sich mehrere Adelshäuser die Anlage, was ihre ungewöhnliche Doppelturmstruktur mit zwei nebeneinander stehenden Bergfrieden aus verschiedenen Bauphasen erklärt. Im Volksmund trägt sie den Spitznamen „Wetterauer Tintenfass" — abgeleitet von der gedrungenen Form des nördlichen Turms. Heute lässt sich die Ruine von März bis November besuchen (Eintritt 3,50 €), und der Rundgang entlang der erhaltenen Ringmauern bietet weite Blicke über die Wetterau bis hin zum Taunus. Die freigelegten Mauerzüge aus dem 12. Jahrhundert vermitteln einen seltenen, unverstellten Eindruck romanischer Wehrarchitektur.

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