30 april 2009
Apeldoorn
Auch bekannt als: Casa Museo Jorge Eliecer Gaitan
Das Casa Museo Jorge Eliécer Gaitán ist das ehemalige Wohnhaus des kolumbianischen Politikers Jorge Eliécer Gaitán, der am 9. April 1948 auf offener Straße in Bogotá erschossen wurde. Das Attentat löste den sogenannten Bogotazo aus — tagelange Aufstände, die weite Teile des Stadtzentrums zerstörten und als Vorbote des jahrzehntelangen kolumbianischen Bürgerkriegs gelten. Das Museum wird von der Universidad Nacional de Colombia betrieben und bewahrt Gaitáns persönliche Bibliothek, Kleidung und politische Dokumente, darunter seine letzten Besitztümer zum Zeitpunkt des Anschlags. Für die kolumbianische Erinnerungskultur nimmt der 9. April einen Stellenwert ein, der mit dem Datum des Attentatstages auf John F. Kennedy in den USA vergleichbar ist. Das Haus liegt im historischen Zentrum Bogotás und ist für Besucher zu regulären Museumszeiten geöffnet.
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