Chiesa di Santa Caterina da Siena
Vatikanstadt
Santa Maria dell Orazione e Morte steht an der Via Giulia schraeg gegenueber dem Palazzo Farnese und ist eine der makabersten Kirchen Roms. Sie gehoerte der Erzbruderschaft des Gebets und Todes, die im 16. Jahrhundert gegruendet wurde, um die unbeerdigten Toten von den Ufern des Tibers und aus dem Umland zu bergen und ihnen ein wuerdiges Begraebnis zu geben. Ferdinando Fuga entwarf 1737 die spaetbarocke Travertinfassade, in deren Putti-Sockeln gefluegelte Totenschaedel mit Stundenglas und Knochen prangen, ein Memento-Mori-Programm, das fuer das Selbstverstaendnis der Bruderschaft warb. In der Krypta wurden bis ins 19. Jahrhundert die Gebeine der Bestatteten in dekorativen Mustern arrangiert, ein roemisches Pendant zur Kapuzinerkrypta. Heute ist die Krypta nur an wenigen Tagen geoeffnet und erfordert Glueck oder gezielte Recherche, die Fassade dagegen ist bei jedem Spaziergang ueber die Via Giulia zu sehen.
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