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Glashaus

Budapest

Ehemaliges Schweizer Konsulatsgebäude in Budapest, das 1944 unter Diplomat Carl Lutz als Zufluchtsort für verfolgte Juden diente — heute Gedenkstätte für eine der größten Rettungsaktionen des Holocaust.

Das Glashaus in der Vadász utca 29 im 5. Bezirk Budapests ist ein stilles, aber eindringliches Zeugnis humanitären Muts während des Zweiten Weltkriegs. Im Sommer 1944, als Ungarns Juden massenhaft nach Auschwitz deportiert wurden, erklärte der Schweizer Diplomat Carl Lutz das Gebäude — damals Büro des Schweizer Generalkonsulats — zum Schutzgebiet. Unter seinem Dach fanden Tausende verfolgte Juden Zuflucht vor den Pfeilkreuzlern und der SS. Lutz stellte Schutzpässe aus und rettete damit schätzungsweise 62.000 Menschen das Leben — die größte Rettungsaktion eines einzelnen Diplomaten im Holocaust. Heute erinnert eine Gedenkstätte in dem Gebäude an diese Geschichte; kleine Ausstellungen und Tafeln dokumentieren die Ereignisse des Jahres 1944. Besucher kommen hierher, um zu verstehen, wie ein Gebäude in einer Großstadt zur Lebensader für Zehntausende werden konnte.

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