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Çinili Köşk

Der Cinili Koesk, der Gefliesste Pavillon, wurde 1472 von Sultan Mehmed II. dem Eroberer als Lustpavillon im aeusseren Topkapi-Garten errichtet und ist einer der wenigen erhaltenen Profanbauten des 15. Jahrhunderts in Istanbul. Stilistisch verraet er persische und timuridische Einfluesse: ein hoher, kreuzfoermiger Hauptraum, Spitzbogenarkaden und vor allem die namensgebenden tuerkis und kobaltblau glasierten Kacheln, die Wandflaechen wie ein dauerhaftes Vorhangmuster bedecken. Heute ist der Bau Teil des Archaeologischen Museums Istanbul und beherbergt eine systematische Sammlung islamischer Keramik vom 12. bis zum 19. Jahrhundert, mit Schwerpunkt auf Iznik-Ware, dem osmanischen Porzellan-Pendant. Der ueberdachte Eingangsportikus ist eine Rekonstruktion aus dem 19. Jahrhundert nach Brandschaeden.

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