14М1П / ВВА-14
Moskau
Das Narkomfin-Haus am Moskauer Gartenring ist eines der wichtigsten Bauwerke des sowjetischen Konstruktivismus, geplant von Moissei Ginsburg und Ignati Milinis als experimentelles Wohngebaeude fuer Mitarbeiter des Finanzkommissariats. Errichtet zwischen 1928 und 1930, sollte das Haus die neue, kollektive Lebensweise architektonisch vorwegnehmen: zwei-geschossige Mini-Wohnungen vom Typ F mit nur 31 Quadratmetern, dazu eine kommunale Etage mit Kueche, Kindergarten und Sporthalle. Le Corbusier studierte den Entwurf vor seiner Unite d'Habitation. Nach Stalins Stilwende verfiel der Bau, war jahrzehntelang dem Vandalismus ausgeliefert und stand kurz vor dem Abriss. Eine grundlegende Restaurierung wurde 2020 abgeschlossen, ICOMOS empfiehlt das Ensemble zusammen mit weiteren Konstruktivismus-Bauten fuer das Weltkulturerbe. Heute sind die Wohnungen wieder bewohnt und der Innenhof zeitweise oeffentlich zugaenglich.
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