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Palais Morzin

Das Palais Morzin zählt zu den eindrucksvollsten Barockpalais der Prager Kleinseite und wurde 1713 für die böhmische Adelsfamilie Morzin errichtet. Die Hauptfassade zur Nerudagasse ist mit atlantenförmigen Skulpturen geschmückt, die das Gebälk zu tragen scheinen — ein charakteristisches Motiv der böhmischen Barockplastik jener Zeit. Seit dem 20. Jahrhundert beherbergt das Palais die rumänische Botschaft in Tschechien und ist damit der Öffentlichkeit als Innenraum nicht zugänglich. Als tschechisches Kulturdenkmal lässt es sich jedoch von der Gasse aus in seiner vollen Fassadenpracht erleben — eingebettet in das dicht gefügte Ensemble historischer Adelspalais, das die Kleinseite bis heute prägt.

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