Ledebur-Garten
Prag
Auch bekannt als: Paradiesgarten (Prager Burg)
Der Paradiesgarten liegt an der Südseite der Prager Burg und gehört zu den weniger bekannten Perlen der Burganlage. Ursprünglich Mitte des 16. Jahrhunderts als Renaissancegarten angelegt, erhielt er seine heutige strenge, geometrische Gestalt in den 1920er-Jahren durch den slowenischen Architekten Jože Plečnik, der auch weite Teile des Burgkomplexes neu gestaltete. Plečniks Handschrift zeigt sich in einem schlichten Obelisken aus Granit sowie in den charakteristischen Treppen- und Terrassenanlagen, die die verschiedenen Höhenebenen des Gartens miteinander verbinden. Die erhöhte Lage bietet ungestörte Blicke über die Prager Altstadt und die Moldau — ohne die Besuchermassen auf der Burgterrasse nebenan. Außerhalb der Hochsaison ist der Garten ein ruhiger Rückzugsort inmitten des Burgdenkmals.
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