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Paulskirche

Die Paulskirche ist ein ovaler Kuppelbau im Herzen der Frankfurter Altstadt, der 1833 als evangelische Gemeindekirche eingeweiht wurde, aber schon bald politisch aufgeladen war. Am 18. Mai 1848 trat hier die erste gesamtdeutsche Nationalversammlung zusammen — das erste demokratisch gewählte Parlament auf deutschem Boden. Die Abgeordneten arbeiteten an einer liberalen Reichsverfassung, scheiterten jedoch 1849 an der Weigerung Preußens und Österreichs, eine konstitutionelle Monarchie zu akzeptieren. Im Zweiten Weltkrieg ausgebombt, wurde die Paulskirche 1948 — pünktlich zum hundertsten Jahrestag — als erster symbolischer Wiederaufbau Frankfurts eingeweiht und dient seither als Gedenkstätte und Festsaal der Bundesrepublik; hier wird u. a. der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Der schlichte Innenraum mit umlaufender Galerie und dem großen Wandbild der Nationalversammlung verdeutlicht den Übergang vom Sakralbau zum Ort staatsbürgerlicher Erinnerung.

Klassizistischer Rundbau, in dem 1848/49 die Frankfurter Nationalversammlung tagte.

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