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Architektur

Architektur in Ankara

Ankaras Architektur spannt einen weiten Bogen: vom spätantiken Julianussäule und der osmanischen Hacı-Bayram-Moschee über die Festung Ankara Castle bis zu den frühen Republikbauten der 1920er- und 1930er-Jahre wie dem Ankara Palas, dem Bahnhof Ankara und dem Gazi Eğitim Enstitüsü. Anıtkabir, das Mausoleum Atatürks, und der Çankaya Köşkü stehen für monumentale Staatsarchitektur, während die Cumhurbaşkanlığı Millet Kütüphanesi und der Atakule Tower zeitgenössische Akzente setzen. Das Ethnografiemuseum sowie der Bahnhof der Hochgeschwindigkeitsstrecke Ankara–Sivas runden das vielschichtige bauliche Erbe der türkischen Hauptstadt ab.

12 Orte · Ankara, Türkei · Redaktionell kuratiert

  • Anıtkabir

    Anıtkabir

    Ankara

    KulturGeschichte

    Anıtkabir im Stadtteil Çankaya ist das Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der türkischen Republik. Der imposante Komplex wurde zwischen 1944 und 1953 nach Entwürfen der Architekten Emin Onat und Orhan Arda erbaut. Die Anlage verbindet antike Monumentalformen mit moderner Strenge: Eine von Löwenstatuen gesäumte Allee führt zur Ehrenhalle mit Atatürks Sarkophag. Im Komplex befindet sich auch das Grab des ersten Ministerpräsidenten İsmet İnönü sowie ein ausführliches Museum über Atatürks Leben und die Gründungszeit der Republik. Das meistbesuchte Denkmal der Türkei empfängt jährlich Millionen Besucher.

  • Ankara Palas

    Ankara Palas

    Ankara

    Geschichte

    Das Ankara Palas ist ein historisches Gästehaus und Hotel in Ankara, das dem türkischen Außenministerium untersteht. Es wurde ursprünglich als Gesundheitsministerium geplant, nach seiner Fertigstellung 1928 aber als Hotel für Abgeordnete der Großen Nationalversammlung genutzt. Das Gebäude verkörpert die Aufbruchsstimmung der frühen türkischen Republik unter Atatürk, als Ankara zur neuen Hauptstadt ausgebaut wurde und ein Bedarf an repräsentativer öffentlicher Infrastruktur entstand. Die neoklassizistische Fassade spiegelt den architektonischen Stil der 1920er Jahre wider, der Modernität mit staatlicher Würde verbinden sollte. Heute dient es als staatliches Protokollgebäude.

  • Atakule-Fernsehturm Ankara

    Atakule-Fernsehturm Ankara

    Ankara

    KulinarikGeheimtippsAussicht

    Der Atakule ist ein 125 Meter hoher Kommunikations- und Aussichtsturm im Ankara-Bezirk Çankaya. Er wurde am 13. Oktober 1989 von Ministerpräsident Turgut Özal eröffnet und ist heute eines der markantesten Wahrzeichen der türkischen Hauptstadt. Da Çankaya selbst auf einem Hügel liegt, ist der Turm bei klarem Wetter von fast überall in der Stadt zu sehen. Oben befindet sich ein langsam rotierendes Restaurant, von dem aus sich ein 360-Grad-Blick über Ankara bietet – abends mit dem Lichtermeer der Stadt ein besonderes Erlebnis.

  • Bahnhof Ankara

    Bahnhof Ankara

    Ankara

    Geheimtipps

    Der Hauptbahnhof Ankara am Talatpaşa Bulvarı ist der wichtigste Schienenknoten der türkischen Hauptstadt. Ursprünglich 1892 während der osmanischen Ära erbaut, wurde er mehrfach erweitert. Heute ist er Drehscheibe für Intercity-Züge nach Ost- und Westanatolien sowie für das TCDD-Hochgeschwindigkeitsnetz, das Istanbul und Sivas verbindet. Separate Bahnsteige und ein modernes Foyer bedienen die YHT-Hochgeschwindigkeitszüge. Das historische Empfangsgebäude steht im Kontrast zu den modernen Zugverkehr – ein Bahnhof, der zwei Epochen der türkischen Eisenbahngeschichte vereint.

  • Çankaya Köşkü

    Çankaya Köşkü

    Ankara

    NaturGeschichteGeheimtipps

    Die Çankaya-Villa ist eine historische Residenz auf einem Hügel in Ankara, die von 1923 bis 2014 als offizieller Amtssitz des türkischen Staatspräsidenten diente und heute dem Vizepräsidenten vorbehalten ist. Mustafa Kemal Atatürk wählte das Anwesen 1921 als persönlichen Wohnsitz und nutzte es als Regierungssitz während der Gründungsphase der türkischen Republik. Der Köşk – türkisch für Pavillon oder Villa – wurde 1932 in seiner heutigen Form errichtet und liegt inmitten weitläufiger Gartenanlagen mit Blick über die Stadt. Das Gelände ist für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich, gilt aber als eines der bedeutendsten historischen Symbole des modernen türkischen Staates.

  • Juliansäule

    Juliansäule

    Ankara

    GeschichteGeheimtipps

    Die Juliansäule im Viertel Ulus in Ankara ist eine gut erhaltene römische Siegessäule aus der Spätantike. Sie steht im Park Hükümet Meydani und wurde anlässlich des Besuchs von Kaiser Julian dem Abtrünnigen im Jahr 362 n. Chr. errichtet. Die Säule ist aus Kalkstein gefertigt und erreicht eine beeindruckende Höhe. Im Volksmund wird sie auch Belkis Minaresi genannt. Sie zeugt von der Bedeutung Ankyras, des antiken Ankara, als wichtige Station auf dem römischen Fernstraßennetz. Heute steht sie frei zugänglich im Stadtzentrum und ist eines der wenigen sichtbaren antiken Überreste in der türkischen Hauptstadt.

  • Museum für anatolische Zivilisationen

    Museum für anatolische Zivilisationen

    Ankara

    GeschichteGeheimtippsWissen

    Das Museum für anatolische Zivilisationen in Ankara ist das bedeutendste archäologische Museum der Türkei und zeigt Funde aus nahezu allen Epochen der anatolischen Geschichte – von der Altsteinzeit bis zur osmanischen Zeit. Es ist in einem restaurierten osmanischen Karawanserei-Komplex aus dem 15. Jahrhundert untergebracht, dem ehemaligen Mahmut-Paşa-Bazaar unterhalb der Ankaraer Zitadelle. Besonders berühmt ist die Sammlung hethitischer Artefakte, die es weltweit zur wichtigsten Anlaufstelle für Freunde dieser bronzezeitlichen Hochkultur macht. Auf Wunsch Atatürks sollte hier ein nationales Hethitermuseum entstehen – dieser Auftrag prägt das Haus bis heute.

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