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Geschichte

Geschichte in Ankara

Ankara, die Hauptstadt der Türkei, trägt ihre Geschichte in Stein und Stahl. Die Ankara Burg überblickt die Stadt seit der Antike, während die Juliansäule an die römische Vergangenheit erinnert. Das Anıtkabir, Mausoleum des Republikgründers Atatürk, und der Ankara Zafer Anıtı stehen für die junge Nationalgeschichte. Das Ankara Palas und das Çankaya Köşkü zeugen von den frühen Jahrzehnten der Republik. Daneben erzählen die Ankara Synagoge, der Cebeci Asri Friedhof sowie die Hochgeschwindigkeitsstrecken nach Istanbul und Sivas von gesellschaftlichem Wandel und moderner Infrastruktur.

17 Orte · Ankara, Türkei · Redaktionell kuratiert

  • Anıtkabir

    Anıtkabir

    Ankara

    ArchitekturKultur

    Anıtkabir im Stadtteil Çankaya ist das Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der türkischen Republik. Der imposante Komplex wurde zwischen 1944 und 1953 nach Entwürfen der Architekten Emin Onat und Orhan Arda erbaut. Die Anlage verbindet antike Monumentalformen mit moderner Strenge: Eine von Löwenstatuen gesäumte Allee führt zur Ehrenhalle mit Atatürks Sarkophag. Im Komplex befindet sich auch das Grab des ersten Ministerpräsidenten İsmet İnönü sowie ein ausführliches Museum über Atatürks Leben und die Gründungszeit der Republik. Das meistbesuchte Denkmal der Türkei empfängt jährlich Millionen Besucher.

  • Ankara 19 Mayıs Stadı

    Ankara 19 Mayıs Stadı

    Ankara

    Aktivitäten

    Das Ankara 19 Mayıs Stadı war das zentrale Fußballstadion der türkischen Hauptstadt und Teil des gleichnamigen Sportkomplexes im Stadtteil Ulus. 1930 erbaut, bot es rund 19.200 Zuschauern Platz und war Heimstätte der Vereine Gençlerbirliği und Ankaragücü. Sein Name erinnert an den 19. Mai 1919 – den Beginn des türkischen Befreiungskriegs unter Atatürk. Nach knapp 90 Jahren wurde das Stadion 2018 geschlossen. Es steht heute nicht mehr: Der Abriss erfolgte zugunsten moderner Stadtentwicklung.

  • Ankaraner Synagoge

    Ankaraner Synagoge

    Ankara

    Kultur

    Die Ankaraner Synagoge ist die letzte verbliebene Synagoge der türkischen Hauptstadt und Zeugnis einer jüdischen Gemeinschaft, die bis in die römische Kaiserzeit zurückreicht. Der heutige Steinbau wurde 1834 im alten Stadtviertel Ulus errichtet und 1906 durch einen italienischen Architekten grundlegend umgestaltet. Da die jüdische Gemeinde heute sehr klein ist, öffnet das historische Gebäude nur zu den wichtigsten religiösen Feiertagen. Es liegt auf einer Straße im alten Ankara und ist eines der wenigen sichtbaren Zeugnisse der einst kosmopolitischen Bevölkerung der Stadt.

  • Ankara Palas

    Ankara Palas

    Ankara

    Architektur

    Das Ankara Palas ist ein historisches Gästehaus und Hotel in Ankara, das dem türkischen Außenministerium untersteht. Es wurde ursprünglich als Gesundheitsministerium geplant, nach seiner Fertigstellung 1928 aber als Hotel für Abgeordnete der Großen Nationalversammlung genutzt. Das Gebäude verkörpert die Aufbruchsstimmung der frühen türkischen Republik unter Atatürk, als Ankara zur neuen Hauptstadt ausgebaut wurde und ein Bedarf an repräsentativer öffentlicher Infrastruktur entstand. Die neoklassizistische Fassade spiegelt den architektonischen Stil der 1920er Jahre wider, der Modernität mit staatlicher Würde verbinden sollte. Heute dient es als staatliches Protokollgebäude.

  • Ankara Zafer Anıtı

    Ankara Zafer Anıtı

    Ankara

    Geheimtipps

    Das Zafer Anıtı (Siegesdenkmal) steht am Ulus-Platz im historischen Zentrum von Ankara und erinnert an den türkischen Unabhängigkeitskrieg. Es wurde 1927, vier Jahre nach der Ausrufung der Republik, eingeweiht und trägt die Inschrift „Hakimiyet-i Milliye" – Volkssouveränität. Das Denkmal ist eines der frühen Symbole des kemalistischen Nationalstaats und steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ethnographischen Museum Ankaras. Der Ulus-Platz selbst war lange das politische Herz der Stadt, bevor das Regierungsviertel weiter westlich ausgebaut wurde.

  • Çankaya Köşkü

    Çankaya Köşkü

    Ankara

    ArchitekturNaturGeheimtipps

    Die Çankaya-Villa ist eine historische Residenz auf einem Hügel in Ankara, die von 1923 bis 2014 als offizieller Amtssitz des türkischen Staatspräsidenten diente und heute dem Vizepräsidenten vorbehalten ist. Mustafa Kemal Atatürk wählte das Anwesen 1921 als persönlichen Wohnsitz und nutzte es als Regierungssitz während der Gründungsphase der türkischen Republik. Der Köşk – türkisch für Pavillon oder Villa – wurde 1932 in seiner heutigen Form errichtet und liegt inmitten weitläufiger Gartenanlagen mit Blick über die Stadt. Das Gelände ist für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich, gilt aber als eines der bedeutendsten historischen Symbole des modernen türkischen Staates.

  • Caracalla-Thermen (Ankara)

    Caracalla-Thermen (Ankara)

    Ankara

    Kultur

    Die Caracalla-Thermen in Ankara sind die Überreste eines großen römischen Badekomplexes aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., der im antiken Ancyra – der Hauptstadt der römischen Provinz Galatien – lag. Ausgrabungen zwischen 1937 und 1944 legten die Anlage frei, die heute als Freilichtmuseum zugänglich ist. Erhalten sind unter anderem massive Säulenstümpfe, Hypokaustenböden und Mauerreste, die die Größe der einstigen Anlage erahnen lassen. Der Name bezieht sich auf Kaiser Caracalla, der im frühen 3. Jahrhundert großartige Badeanlagen im ganzen Reich fördern ließ.

  • Cebeci İnönü Stadı

    Cebeci İnönü Stadı

    Ankara

    AktivitätenGeheimtipps

    Das Cebeci İnönü Stadı war ein Mehrzweckstadion mit Leichtathletikbahn im Ankaraer Stadtbezirk Çankaya. Es wurde 1967 erbaut und fasste 15.000 Zuschauer. Benannt war es nach İsmet İnönü, dem zweiten Staatspräsidenten der Türkei. Jahrzehntelang war es die Heimstätte von Hacettepespor sowie kleinerer Ankaraer Vereine wie Ankara Demirspor. Das Stadion war kein moderner Prachtbau, sondern ein nüchterner Zweckbau der Nachkriegsmoderne — ein typisches Beispiel für kommunale Sportinfrastruktur jener Ära. 2022 wurde es abgerissen.

  • Juliansäule

    Juliansäule

    Ankara

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Juliansäule im Viertel Ulus in Ankara ist eine gut erhaltene römische Siegessäule aus der Spätantike. Sie steht im Park Hükümet Meydani und wurde anlässlich des Besuchs von Kaiser Julian dem Abtrünnigen im Jahr 362 n. Chr. errichtet. Die Säule ist aus Kalkstein gefertigt und erreicht eine beeindruckende Höhe. Im Volksmund wird sie auch Belkis Minaresi genannt. Sie zeugt von der Bedeutung Ankyras, des antiken Ankara, als wichtige Station auf dem römischen Fernstraßennetz. Heute steht sie frei zugänglich im Stadtzentrum und ist eines der wenigen sichtbaren antiken Überreste in der türkischen Hauptstadt.

  • Museum für anatolische Zivilisationen

    Museum für anatolische Zivilisationen

    Ankara

    ArchitekturGeheimtippsWissen

    Das Museum für anatolische Zivilisationen in Ankara ist das bedeutendste archäologische Museum der Türkei und zeigt Funde aus nahezu allen Epochen der anatolischen Geschichte – von der Altsteinzeit bis zur osmanischen Zeit. Es ist in einem restaurierten osmanischen Karawanserei-Komplex aus dem 15. Jahrhundert untergebracht, dem ehemaligen Mahmut-Paşa-Bazaar unterhalb der Ankaraer Zitadelle. Besonders berühmt ist die Sammlung hethitischer Artefakte, die es weltweit zur wichtigsten Anlaufstelle für Freunde dieser bronzezeitlichen Hochkultur macht. Auf Wunsch Atatürks sollte hier ein nationales Hethitermuseum entstehen – dieser Auftrag prägt das Haus bis heute.

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