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Architektur

Architektur in Santiago de Chile

Santiagos Architektur spannt einen weiten Bogen: vom neoklassizistischen Municipal Theatre of Santiago und den sakralen Bauten wie der Basílica del Salvador, der Basílica del Corazón de María und der Iglesia de los Sacramentinos bis hin zum markanten Gran Torre Costanera, dem höchsten Hochhaus Lateinamerikas. Der gusseiserne Mercado Central zeugt von der Baukunst des 19. Jahrhunderts, während das Bahai House eine ganz eigene spirituelle Formensprache einbringt. Denkmäler wie der Bernardo O'Higgins Monument verbinden Stadtbild und Geschichte. Auch der Flughafen Arturo Merino Benítez und das Estadio Municipal de La Pintana zeigen, wie vielfältig die gebaute Umwelt der chilenischen Hauptstadt ist.

30 Orte · Santiago de Chile, Chile · Redaktionell kuratiert

  • Bahai Tempel

    Bahai Tempel

    Santiago de Chile

    KulturNatur

    Hoch oben im Stadtteil Peñalolén, am Fuß der schneebedeckten Anden, erhebt sich der Bahaitempel von Santiago – der erste Tempel dieser Weltreligion in ganz Südamerika. Die 2016 eingeweihte Anlage besticht durch ihre neun symmetrischen, nach außen gewölbten Wände, die aus Gussglas und Marmor gefertigt sind und bei Sonnenlicht wie ein Leuchtkörper wirken. Innen herrscht absolute Stille – keine Predigten, keine Rituale, nur ein Raum zum Nachdenken und Beten, der allen Menschen aller Glaubensrichtungen offensteht. Die ruhige Lage weit abseits des Stadttrubels macht ihn zu einem der ungewöhnlichsten Aussichtspunkte der Hauptstadt: Wer den Garten durchquert, blickt über das gesamte Becken von Santiago bis zum Pazifik.

  • Basílica del Salvador

    Basílica del Salvador

    Santiago de Chile

    Geschichte

    Die Basílica del Salvador ist eine der bedeutendsten katholischen Kirchen im Herzen von Santiago de Chile. Geweiht dem „Salvator mundi" – dem Erlöser der Welt – trägt sie als eine von nur sechs Kirchen der Hauptstadt den seltenen päpstlichen Ehrentitel einer Basilica minor. Errichtet wurde der heutige Bau im Jahr 1932 im neobarocken Stil, der die koloniale Kirchentradition Chiles mit europäischen Einflüssen vereint. Die Geschichte der Kirche ist eng mit den seismischen Erschütterungen des Landes verknüpft: Die schweren Erdbeben von 1985 und 2010 hinterließen sichtbare Schäden am Mauerwerk und brachten das Bauwerk in einen fragilen Zustand. Trotz der sichtbaren Wunden zieht die Basílica Gläubige, Architekturinteressierte und Besucher an, die die Atmosphäre des historischen Zentrums von Santiago erleben möchten.

  • Basilika Unbeflecktes Herz Mariä

    Basilika Unbeflecktes Herz Mariä

    Santiago de Chile

    Die Basilika Unbeflecktes Herz Mariä ist eine römisch-katholische Kirche in Santiago de Chile und gehört zum Erzbistum Santiago. Als Basilica minor genießt sie einen besonderen kirchlichen Ehrentitel, der ihr durch den Vatikan verliehen wurde. Die Kirche trägt das Patrozinium des Unbefleckten Herzens Mariä, einer in Lateinamerika weit verbreiteten Marienverehrung. Sie liegt inmitten des städtischen Gefüges Santiagos und ist ein Ort für Gottesdienste, Wallfahrten und ruhige Andacht. Die Fassade und der Innenraum bewahren eine klassische lateinamerikanische Kirchenarchitektur, die für Besucher aus aller Welt ein eindrucksvolles Zeugnis des chilenischen Glaubenslebens darstellt.

  • Basilika Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe

    Basilika Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe

    Santiago de Chile

    Im Zentrum von Santiago de Chile steht diese Basilika minor der Redemptoristen, geweiht der Ikone Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe. Die Redemptoristen, bekannt für ihre Volksmission und ihre Marienfrömmigkeit, errichteten die Kirche als geistliches Zentrum in der chilenischen Hauptstadt. Die Architektur spiegelt europäischen Kirchenbau wider, angepasst an südamerikanische Verhältnisse. Das Innere lädt zur Stille und Besinnung ein, mit der namensgebenden Marienikone als zentralem Andachtsbild. Heute dient die Basilika als aktive Pfarrkirche und Wallfahrtsstätte für Marienverehrer aus ganz Chile.

  • Bernardo O'Higgins

    Bernardo O'Higgins

    Santiago de Chile

    KulturGeschichte

    Bernardo O'Higgins Riquelme gilt als Nationalheld Chiles: Als Sohn eines irischstämmigen spanischen Kolonialbeamten führte er die Unabhängigkeitsbewegung an und wurde 1817 nach der Befreiung von der spanischen Herrschaft zum ersten Director Supremo des Landes. Das Denkmal in Santiago ehrt sein Andenken mit einem ausdrucksstarken Reiterstandbild, das ihn in der Pose eines Feldherrn zeigt. Es steht als Symbol für den chilenischen Freiheitswillen und ist ein fester Bestandteil des öffentlichen Gedächtnisses der Hauptstadt. Bis zu seiner Abdankung 1823 prägte er die politische Grundstruktur des jungen Staates maßgeblich.

  • Biblioteca del Congreso Nacional

    Biblioteca del Congreso Nacional

    Santiago de Chile

    Wissen

    Die Bibliothek des Nationalkongresses von Chile ist die älteste Parlamentsbibliothek Lateinamerikas, gegründet 1882 in Santiago de Chile. Sie unterstützt beide Kammern des chilenischen Kongresses — die Abgeordnetenkammer und den Senat — als zentrales Informations- und Dokumentationszentrum für parlamentarische Arbeit und Gesetzgebung. Die Sammlung umfasst Millionen von Dokumenten, historischen Akten und Publikationen und ist damit nicht nur für Parlamentarier, sondern auch für Forscher und die interessierte Öffentlichkeit von Bedeutung. Das Gebäude selbst spiegelt die historische Bedeutung der Institution wider; Teile der Sammlung sind öffentlich zugänglich. Die Bibliothek ist Teil des demokratischen Gedächtnisses Chiles.

  • Estadio Municipal de La Pintana

    Estadio Municipal de La Pintana

    Santiago de Chile

    AktivitätenGeheimtipps

    Das Estadio Municipal de La Pintana ist ein Multifunktionsstadion in der Gemeinde La Pintana im südlichen Santiago de Chile. Mit einer Kapazität von 6.000 Zuschauern wird es hauptsächlich als Fußballstadion genutzt und bietet dem lokalen Amateursport eine wichtige Heimstätte.

  • Estadio Víctor Jara

    Estadio Víctor Jara

    Santiago de Chile

    KulturGeschichte

    Das Estadio Víctor Jara liegt im Westen Santiagos nahe der Estación Central und trägt heute den Namen des chilenischen Sängers und Aktivisten Víctor Jara, der hier 1973 ermordet wurde. Das Stadion wurde 1949 im rationalistischen Stil als „Estadio Chile" eröffnet und fasst rund 6.500 Personen. Nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 unter Augusto Pinochet wurde es in den ersten Wochen als Internierungslager genutzt: Tausende politische Gefangene wurden hier festgehalten, gefoltert und getötet. Unter ihnen war Víctor Jara, dessen Hände gebrochen wurden, bevor man ihn erschoss — einer der bekanntesten Fälle der chilenischen Diktatur. Seit 2004 trägt das Stadion seinen Namen. Heute wird es wieder für Sport und Kulturveranstaltungen genutzt, ist aber auch Gedenkort für die Opfer der Diktatur.

  • Flughafen Santiago de Chile

    Flughafen Santiago de Chile

    Santiago de Chile

    KulturAktivitätenGeheimtipps

    Der Aeropuerto Internacional Arturo Merino Benítez in der Gemeinde Pudahuel ist der mit Abstand wichtigste Flughafen Chiles und ein zentrales Drehkreuz für den Luftverkehr in Südamerika. Von hier bestehen Direktverbindungen nach Europa, Nordamerika und in alle größeren südamerikanischen Städte. Der Flughafen trägt den Namen des chilenischen Militärs Arturo Merino Benítez, dem Begründer der chilenischen Luftwaffe. Für Reisende ist er der übliche Einstiegspunkt in Chile – von hier aus lassen sich in wenigen Stunden die Atacamawüste im Norden, die Weinregionen im Süden oder die patagonischen Fjorde erreichen.

  • Gran Torre Santiago

    Gran Torre Santiago

    Santiago de Chile

    GeschichteFamilienausflügeAussicht

    Der Gran Torre Santiago ist mit 300 Metern und 62 Stockwerken das höchste Gebäude Südamerikas. Er erhebt sich im Stadtteil Providencia in Santiago de Chile und ist das Herzstück des Costanera Center, einem der größten Einkaufs- und Bürokomplexe des Kontinents. Initiiert wurde das Projekt vom deutschstämmigen chilenischen Unternehmer Horst Paulmann, Gründer des Einzelhandelskonzerns Cencosud; Fertigstellung war 2013. Der Turm beherbergt Büros auf den oberen Etagen und ist mit dem gleichnamigen Einkaufszentrum im Sockelbereich verbunden, das sich über 600.000 Quadratmeter erstreckt. Auf dem Dach befindet sich eine öffentliche Aussichtsplattform, von der aus man die gesamte Hauptstadtregion überblickt — bei klarem Wetter bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Anden. Die Gran Torre hat die Skyline Santiagos grundlegend verändert und ist seither zum neuen Symbol der Stadt geworden.

  • Mercado Central de Santiago

    Mercado Central de Santiago

    Santiago de Chile

    Kulinarik

    Der Mercado Central ist das kulinarische Herzstück von Santiago de Chile – eine prächtige Eisenkonstruktion aus dem Jahr 1872 im Herzen der Altstadt, nahe der U-Bahn-Station Cal y Canto. Das Tragwerk aus importierten Gusseisenelementen wurde in Schottland gefertigt und in Chile montiert und zählt heute als geschütztes Denkmal. Im Inneren dreht sich fast alles um frische Meeresfrüchte: Händler bieten Fisch, Muscheln und Krebstiere aus dem Pazifik an, während Restaurants direkt daneben traditionelle chilenische Fischgerichte servieren. Der Markt ist sowohl Nahversorger für Einheimische als auch beliebtes Ziel für Reisende, die echte chilenische Küche erleben wollen.

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