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Geschichte

Geschichte in San Francisco

San Franciscos Geschichte spiegelt sich in Orten wider, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Alcatraz Island mit seinem Leuchtturm steht für die Vergangenheit als Bundesgefängnis, während der Coit Tower an die Feuerwehrleute der Stadt erinnert. Das Asian Art Museum und die Basilica of St. Joseph zeugen von kultureller und religiöser Vielfalt. City Lights Booksellers ist eng mit der Beat Generation verbunden, und 555 California Street markiert die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. China Camp State Park und der California State Route 49 verweisen auf die Einwanderungsgeschichte und den Goldrausch, die San Francisco grundlegend prägten.

22 Orte · San Francisco, Vereinigte Staaten · Redaktionell kuratiert

  • 555 California Street

    555 California Street

    San Francisco

    ArchitekturGeheimtippsAussicht

    Der 52-stöckige Wolkenkratzer im Herzen von San Franciscos Financial District war von seiner Fertigstellung 1969 bis 1972 das höchste Gebäude westlich des Mississippi. Entworfen im nüchternen Stil der Nachkriegsmoderne mit Brutalismus-Elementen, diente es jahrzehntelang als Hauptsitz der Bank of America – bis die Fusion mit NationsBank 1998 die Zentrale nach Charlotte verlegte. Heute gehört der Turm teils Donald Trump, teils Vornado Realty Trust. Die markante dunkle Fassade aus poliertem Granit und die schiere Masse des Gebäudes prägen das Stadtbild des Bankenviertels bis heute.

  • Alcatraz

    Alcatraz

    San Francisco

    Natur

    Alcatraz ist eine Felseninsel in der Bucht von San Francisco, auf der von 1934 bis 1963 eines der berüchtigtsten Bundesgefängnisse der USA stand. Wer dort einsaß, galt als besonders gefährlich oder schwer zu halten: Al Capone und Robert Stroud, bekannt als der Vogel von Alcatraz, waren unter den Insassen. Die starken Gezeitenströmungen und das kalte Wasser machten Ausbrüche nahezu unmöglich – 36 Versuche wurden unternommen, keiner gilt als vollständig gelungen. Heute ist die Insel Teil des Golden Gate National Recreation Area und empfängt jährlich fast 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher.

  • Alcatraz Island Leuchtturm

    Alcatraz Island Leuchtturm

    San Francisco

    ArchitekturNatur

    Der Leuchtturm auf Alcatraz Island ist der älteste an der US-amerikanischen Westküste – 1854 in Betrieb genommen, um die gefährliche Einfahrt in die San Francisco Bay zu markieren. Ursprünglich als kleiner Turm gebaut, wurde er nach dem Erdbeben von 1906 durch einen neuen, 1909 fertiggestellten Betonturm ersetzt. Heute steht er im Schatten des weltberühmten ehemaligen Bundesgefängnisses, das bis 1963 betrieben wurde. Der National Park Service verwaltet ihn als Teil des Historic District; von der Insel aus bietet sich ein ungewöhnlicher Blick auf die Skyline von San Francisco.

  • Angel of Grief

    Angel of Grief

    San Francisco

    KulturRomantikMystik

    Der Angel of Grief ist eine Grabskulptur auf dem Protestantischen Friedhof in Rom, die William Wetmore Story 1894 für das Grab seiner Frau Emelyn schuf — und kurz darauf auch selbst dort beigesetzt wurde. Der vollständige Titel des Werks lautet „The Angel of Grief Weeping Over the Dismantled Altar of Life": Ein weinender Engel, der über einem zerfallenen Altar zusammengesunken ist. Die Figur wurde so häufig als Vorlage für andere Grabmäler übernommen, dass sie zum meistkopierten Friedhofsmotiv des 19. Jahrhunderts zählt. Heute zieht sie Besucher an, die die Stimmung des historischen Nichtkatholischen Friedhofs nahe der Cestius-Pyramide suchen.

  • Asian Art Museum San Francisco

    Asian Art Museum San Francisco

    San Francisco

    KulturGeheimtipps

    Das Asian Art Museum in San Francisco ist eines der bedeutendsten Museen für asiatische Kunst weltweit. Es wurde 1966 eröffnet, nachdem der Mäzen Avery Brundage seine umfangreiche Sammlung ostasiatischer Objekte der Stadt geschenkt hatte. Heute umfasst die Sammlung über 17.000 Objekte aus Kulturen von Japan über China bis Indien, Persien und Südostasien. Das Museum befindet sich seit 2003 im ehemaligen Hauptbibliotheksgebäude im Civic Center. Besonders bemerkenswert ist, dass Brundage seine Schenkungen über viele Jahre fortsetzte und so eine Sammlung aufbaute, die bis heute keine Vergleiche scheut.

  • Basilika St. Josef

    Basilika St. Josef

    San Francisco

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Basilika St. Josef in Alameda, Kalifornien, ist eine römisch-katholische Kirche im spanischen Missionsstil aus den 1920er Jahren. Die Gemeinde geht auf das Jahr 1885 zurück, als hier eine Missions-Tochterkirche von St. Anthony in Oakland gegründet wurde. Das heutige Gebäude ist im charakteristischen Missionsstil gehalten – mit weißem Putz, roten Ziegeldächern und geschwungenen Giebeln. 1978 wurde die Kirche in das National Register of Historic Places aufgenommen. Als Basilica minor des Bistums Oakland ist sie ein bedeutender Sakralbau in der San Francisco Bay Area.

  • California State Route 49

    California State Route 49

    San Francisco

    NaturAktivitätenGeheimtipps

    Die California State Route 49 – bekannt als „Golden Chain Highway" – durchquert auf rund 475 Kilometern die historischen Goldgräbersiedlungen des Sierra Nevada-Vorlands. Die Route führt von Oakhurst im Süden bis nach Vinton im Norden durch elf Landkreise und verbindet Orte wie Auburn, Placerville und Grass Valley. Sie wurde 1919 vom Mother Lode Highway Association initiiert, der Name „49" erinnert an die Goldsucher von 1849. Entlang der Straße liegen gut erhaltene Miningviertel und Kleinstädte, in denen die Atmosphäre des Goldrauschs noch spürbar ist – ein klassischer Roadtrip durch einen der prägendsten Kapitel amerikanischer Geschichte.

  • Cathedral of Saint Mary of the Assumption

    Cathedral of Saint Mary of the Assumption

    San Francisco

    Architektur

    Die Kathedrale von Saint Mary of the Assumption thront auf dem Cathedral Hill in San Francisco und ist die Mutterkirche des Erzbistums San Francisco. Eingeweiht 1971, nach einem Brand der Vorgängerkirche, ist sie ein Werk von Pietro Belluschi in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Pier Luigi Nervi. Das auffälligste Merkmal ist das Dach: vier parabolisch gewölbte Betonschalen, die sich zu einem Kreuz fügen. Im Inneren öffnet sich der Raum dramatisch nach oben, durchflutet von Licht durch schmale Glasstreifen. Obwohl das Gebäude Kritiker anfangs polarisierte, gilt es heute als bedeutendes Beispiel sakraler Moderne in den USA.

  • China Camp State Park

    China Camp State Park

    San Francisco

    NaturAktivitäten

    Der China Camp State Park liegt am Westufer der San-Pablo-Bucht im Marin County, Kalifornien, unweit von San Francisco. Der Park umgibt ein historisches chinesisch-amerikanisches Garnelenfischerdorf aus dem 19. Jahrhundert und bewahrt damit ein einzigartiges Stück Einwanderergeschichte. Neben dem Freilichtmuseum des alten Fischerorts bietet der Park Wanderwege durch Eichenwälder und Küstenschilf sowie weite Ausblicke auf die Bucht. Er ist im National Register of Historic Places eingetragen.

  • City Lights Booksellers

    City Lights Booksellers

    San Francisco

    KulturGeheimtippsWissen

    City Lights in San Francisco ist eine Legende unter den unabhängigen Buchhandlungen der Welt. 1953 von dem Dichter Lawrence Ferlinghetti gegründet, wurde das Haus zum Mittelpunkt der Beat Generation. Der entscheidende Moment: Ferlinghetti veröffentlichte Allen Ginsbergs Howl and Other Poems – ein Skandal, der vor Gericht endete, mit einem Freispruch auf den Seiten der Literaturgeschichte. Seit 2001 ist City Lights ein offizielles historisches Kulturdenkmal Amerikas. Heute ist es Buchhandlung, Kleinverlag und kulturelles Gedächtnis in einem.

  • Coit Tower

    Coit Tower

    San Francisco

    ArchitekturKulturAussicht

    Der Coit Tower ist ein 64 Meter hoher Art-Déco-Aussichtsturm auf dem Telegraph Hill in San Francisco, erbaut 1932–1933. Er geht auf ein Vermächtnis von Lillie Hitchcock Coit zurück, die der Stadt Geld zur Verschönerung hinterließ. Im Inneren befinden sich Wandgemälde aus dem Jahr 1934, die im Auftrag der New-Deal-Behörde für öffentliche Arbeiten entstanden und Szenen aus dem Arbeitsleben Kaliforniens zeigen. Der Turm selbst hat keinen Aussichtskorb, bietet aber vom Gipfel des Hügels freie Sicht auf die Bucht und die Brücken. Er gilt als Wahrzeichen des North-Beach-Viertels.

  • Cypress Lawn Memorial Park

    Cypress Lawn Memorial Park

    San Francisco

    KulturGeheimtippsMystik

    Der Cypress Lawn Memorial Park ist ein 1892 angelegter Parkfriedhof in Colma, Kalifornien — einer kleinen Stadt im San Mateo County, die sprichwörtlich als Stadt der Toten bekannt ist, weil die Toten die Lebenden zahlenmäßig bei weitem überwiegen. Die Anlage wurde von Hamden Holmes Noble gegründet und folgt dem englischen Landschaftsgartenstil, der im 19. Jahrhundert für Friedhöfe als würdige und beruhigende Alternative zu überfüllten Stadtfriedhöfen propagiert wurde. Hier liegen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus San Francisco begraben, darunter William Randolph Hearst und Levi Strauss. Der Friedhof ist ein Zeugnis der Bestattungsreform des späten 19. Jahrhunderts und der Geschichte San Franciscos.

  • Hearst Greek Theatre

    Hearst Greek Theatre

    San Francisco

    ArchitekturKulturWissen

    Das Hearst Greek Theatre ist eine Freilichtbuehne im antiken griechischen Stil auf dem Campus der University of California, Berkeley. 1903 erbaut und von William Randolph Hearst gestiftet, bietet es 8.500 Zuschauern Platz. Die halbrunde Freiluftbuehne mit Steinraengen und Eucalyptuswald im Hintergrund gehoert zu den beliebtesten Konzertlocations der San Francisco Bay Area. Groessen wie Frank Sinatra, The Rolling Stones und Radiohead traten hier auf. Das Theater ist im National Register of Historic Places eingetragen und steht exemplarisch fuer die Verbindung von Bildung, Architektur und Kultur an der legendaeren Berkeley-Universitaet.

  • John Muir National Historic Site

    John Muir National Historic Site

    San Francisco

    ArchitekturNaturWissen

    Die John Muir National Historic Site in Martinez, Kalifornien, bewahrt das Wohnhaus und Landgut des Naturschriftstellers und Pioniers der amerikanischen Naturschutzbewegung John Muir (1838-1914). Das 14-Zimmer-Herrenhaus im italo-viktorianischen Stil, in dem Muir von 1890 bis zu seinem Tod lebte, ist weitgehend im Originalzustand erhalten. Zum Gelände gehören auch 325 Acres mit ursprünglichen Eichenwäldern und Graslandschaften. Das Arbeitszimmer, in dem Muir seine einflussreichen Texte über den Yosemite und die Sierra Nevada verfasste, ist für Besucher zugänglich. Ein Besuch hier verbindet Architekturgeschichte mit dem Erbe der amerikanischen Naturschutzidee.

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