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Aussichtspunkte in Paris

Paris zu sehen heißt, es von oben zu lesen. Montmartre ist der älteste dieser Lektüreorte — der Hügel zieht den Blick seit Jahrhunderten über Dächer und Kuppeln, und der Horizont endet nirgends. Wer den gleichen Effekt ohne die Touristenmassen sucht, findet ihn im Parc de Belleville: Pariser kommen hierher für den Sonnenuntergang, nicht für das Foto. Die Jardins du Trocadéro legen die Perspektive anders an — symmetrisch, fast zeremoniell, mit dem Eiffelturm als kalkuliertem Fluchtpunkt. Jeder Aussichtspunkt in dieser Stadt verrät auch etwas darüber, wer Paris zu welchem Zeitpunkt für wen gebaut hat.