Basilica di San Lorenzo Martire
Mailand
Die St.-Aegidien-Kirche ist die kleinste der fünf Lübecker Innenstadtkirchen und wurde im Jahr 1227 im Stil der norddeutschen Backsteingotik gegründet. Sie liegt im östlichsten Teil der Altstadtinsel, wo der Hügel zur Wakenitz hin abfällt — einem Viertel, das seit dem Mittelalter Handwerkern und sozial Schwachen als Heimat diente. Benannt nach dem heiligen Ägidius von St. Gilles, einem der vierzehn Nothelfer, war sie das geistliche Zentrum des sogenannten Aegidienviertels. In ihrer Umgebung entstanden Beginenkonvente, deren letzte verbliebene Gebäude wie der Aegidienhof heute als Wohnquartiere weiterleben, während das nahe St.-Annen-Kloster zum Museumsquartier umgewidmet wurde. Als Teil der Lübecker Altstadt gehört die Kirche zum UNESCO-Welterbe und bietet mit ihren schlichten Backsteinmauern einen kontemplativen Gegenpol zu den monumentaleren Schwesterkirchen der Stadt.
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