Johannesbasilika
Aydın
Al-Bara, in der Antike Kapropera, war die größte frühbyzantinische Siedlung im Gebiet der sogenannten Toten Städte im Nordwesten Syriens — einem UNESCO-Welterbe aus rund 700 verlassenen Ortschaften auf dem Kalksteinplateau zwischen Aleppo und Idlib. Gegründet im 4. Jahrhundert, erlebte die Stadt zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert ihre Blütezeit als Handelszentrum und Weinproduzent im Schatten des aufkommenden byzantinischen Christentums; mehrere Basiliken, Klosteranlagen und die charakteristischen Pyramidenmausoleen aus behauenen Kalksteinblöcken zeugen davon. Nach der arabischen Expansion verlor die Stadt schrittweise ihre Bedeutung und wurde im 12. Jahrhundert endgültig aufgegeben. Heute durchstreifen Besucher ein weitläufiges Ruinenfeld inmitten alter Olivenhaine: Sarkophage, Säulenreste und mehrstöckige Grabbauten stehen weitgehend ungeschützt unter freiem Himmel — ein archäologisches Freiluftmuseum ohne Zäune, dessen Zustand durch den syrischen Konflikt seit 2011 zusätzlich gefährdet ist.
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