Alexandria Troas
Çanakkale
Antiochien am Orontes, gegründet um 300 v. Chr. vom Seleukidenkönig Seleukos I. Nikator und nach seinem Vater Antiochos benannt, war einst die Hauptstadt des Seleukidenreichs und zählte zu den drei größten Städten der antiken Welt — neben Rom und Alexandria. In der frühen Kaiserzeit beherbergte die Stadt eine der ersten christlichen Gemeinden überhaupt: laut Apostelgeschichte wurden die Anhänger Jesu hier erstmals als „Christen" bezeichnet, und Paulus machte die Stadt zur Basis seiner Missionsreisen. Vom einstigen Prachtbau sind heute kaum oberirdische Strukturen erhalten — das heutige Antakya lagert über dem antiken Stadtgrundriss, weshalb systematische Ausgrabungen bis ins 20. Jahrhundert erschwert waren. Besucher spüren die Überlagerung der Epochen vor allem im Hatay Arkeoloji Müzesi, das eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen antiker Mosaike beherbergt, die größtenteils aus dem antiken Antiochien stammen.
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