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Asuka-kyō

Asuka-kyō war die mehrfach verlegte Kaiserresidenz Japans während der Asuka-Zeit (etwa 538–710 n. Chr.) und gilt als Wiege des frühjapanischen Staatswesens — heute ein kleines Dorf in der Präfektur Nara, rund 25 Kilometer südlich von Nara-Stadt. Hier entstand unter Kaiserin Suiko und dem Regenten Shōtoku Taishi das erste kohärente Gesetzescode-System Japans, der Siebzehn-Artikel-Erlass von 604. Das Gebiet ist übersät mit rätselhaften Steinmonumenten unbekannter Funktion, prächtigen Felsengräbern wie dem Ishibutai-Kofun sowie frühen buddhistischen Tempeln wie dem Asuka-dera — dem ältesten dauerhaft genutzten Tempel Japans. Wer das Gelände heute per Fahrrad durchquert, passiert Reisfelder, sanfte Hügel und Steinskulpturen, die seit Jahrhunderten keine eindeutige Deutung gefunden haben.

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