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Augustusbogen (Susa)

Der Augustusbogen im piemontesischen Susa — dem antiken Segusio — ist ein eintoriger Marmor-Ehrenbogen aus den Jahren 9/8 v. Chr. und gilt als das besterhaltene Monument seiner Art in ganz Norditalien. Errichtet wurde er nicht vom Kaiser selbst, sondern auf Initiative des Ligurerführers Marcus Iulius Cottius, der damit seine Loyalität gegenüber Rom besiegelte; die Inschrift am Gebälk zählt die 14 Völkerschaften seines Alpenkönigreichs namentlich auf — ein epigraphisches Dokument ohne Vergleich aus dieser Region. Der Bogen markierte damals eine wichtige Alpenpassroute nach Gallien, die heutige Via Cozia. Heute steht das Monument mitten in der Altstadt von Susa, von mittelalterlicher Bebauung umgeben, und lässt sich aus unmittelbarer Nähe begehen — die lateinische Inschrift ist noch in weiten Teilen lesbar.

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