Hadrianstempel (Embolos)
Aydın
Baalbek in der libanesischen Bekaa-Ebene beherbergt die bedeutendsten römischen Tempelanlagen des Nahen Ostens und steht seit 1984 auf der UNESCO-Welterbeliste. Seit dem 8. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, hieß die Stadt in der Antike Colonia Heliopolis — Sonnenstadtkolonie — und war ein religiöses Zentrum des gesamten östlichen Mittelmeerraums. Der Jupitertempel, einst eine der flächenmäßig größten Sakralanlagen des gesamten Römischen Reichs, ist heute auf seine sechs noch aufrecht stehenden Granitsäulen reduziert, die jedoch mit über 20 Metern Höhe zu den gewaltigsten erhaltenen Säulen der Antike zählen. Was Archäologen bis heute beschäftigt: Die sogenannte Trilithon-Plattform unter den Tempeln besteht aus Steinblöcken von bis zu 800 Tonnen Gewicht — wie und von wem sie bewegt wurden, bleibt ungeklärt. Seit den 1950er-Jahren finden im Sommer im Tempelareal die renommierten Baalbek International Festivals statt, bei denen klassische Musik und Weltmusik vor der Kulisse der Ruinen aufgeführt werden.
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