NS-Ordensburg Vogelsang
Bonn
Der Berghof auf dem Obersalzberg war ursprünglich ein 1916 errichtetes Landhaus im Schweizerstil, das Adolf Hitler ab 1933 schrittweise erwarb und zu seiner privaten Hauptresidenz ausbauen ließ. Von 1936 bis zum Juli 1944 empfing er dort Staatsgäste wie Neville Chamberlain und Benito Mussolini — Entscheidungen, die den Lauf des Zweiten Weltkriegs prägten, wurden auf der Terrasse mit Blick auf die Berchtesgadener Alpen vorbereitet. Im April 1945 zerstörten britische Bombenangriffe das Gebäude weitgehend; die Ruinen wurden nach Kriegsende gesprengt und teilweise abgetragen, um eine Verklärung zu verhindern. Heute sind nur noch fragmentarische Fundamente und Treppenreste erhalten, eingebettet in den alpinen Waldgürtel des Obersalzbergs — ein Mahnort ohne museale Inszenierung, dessen Stille schwerer wiegt als jedes Ausstellungsschild.
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