Boston Public Library
Boston
Die Bibliothèque nationale de France am Standort François-Mitterrand ist der größte und jüngste der vier BnF-Standorte in Paris und wurde 1996 nach Plänen des Architekten Dominique Perrault eröffnet. Vier L-förmige Glastürme, die aufgeschlagenen Büchern nachempfunden sind, flankieren eine tief eingeschnittene Holzterrasse, in deren Mitte ein bepflanzter Innenhof wie ein stiller Stadtwald wirkt — 140 Pinien wurden eigens eingepflanzt. Das Gebäude war eines der letzten der sogenannten Grands Travaux, der ehrgeizigen Kulturbauprojekte unter Präsident François Mitterrand, dem es seinen heutigen Namen verdankt. Die Nationalbibliothek beherbergt rund 15 Millionen Dokumente, darunter mittelalterliche Handschriften und frühe Druckwerke; der Lesesaal für Forscher und der allgemeine Lesesaal sind räumlich getrennt. Geöffnet ist die Bibliothek dienstags bis samstags ab 9 Uhr, montags erst am Nachmittag — der Eintritt in den Gartenhof allein lohnt als ruhiger Gegenpol zur Seine-Uferpromenade.
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