Gedenkstätte Berliner Mauer
Berlin
Auch bekannt als: Check Point C
Das Wachhäuschen am Checkpoint Charlie steht heute als Rekonstruktion aus dem Jahr 2000 an der Friedrichstraße — das Original befindet sich im Alliierten Museum in Zehlendorf. Zwischen 1961 und 1990 war dieser Kontrollpunkt der einzige offizielle Übergang zwischen dem amerikanischen und sowjetischen Sektor, genutzt von Alliierten, Diplomaten und Ausländern. Im Oktober 1961, kurz nach dem Mauerbau, standen sich hier 33 sowjetische und amerikanische Panzer über 16 Stunden direkt gegenüber — einer der gefährlichsten Momente des Kalten Krieges überhaupt, ohne dass ein einziger Schuss fiel. Das seit 1963 betriebene Mauermuseum nebenan dokumentiert Fluchtversuche mit erstaunlich kreativen Mitteln: versteckte Hohlräume in Autos, selbst gebaute Heißluftballons und Miniatur-U-Boote. Heute bestimmen Souvenirshops und kostenpflichtige Fotokulissen mit US-Uniformträgern das Straßenbild — ein scharfer Kontrast zur tödlichen Ernsthaftigkeit des Ortes.
Kontrollpunkt zwischen Ost- und West-Berlin 1961–1990, heute Touristenmagnet mit Mauer-Museum nebenan.
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