Aquädukt in Rostokino
Moskau
Auch bekannt als: Friedenssäule mit bekrönender "Viktoria", Viktoria
Die Friedenssaeule auf dem Mehringplatz in Kreuzberg erinnert an den Pariser Frieden von 1815, der die napoleonischen Kriege beendete. Sie entstand 1840 bis 1843 nach einem Entwurf des Architekten Christian Gottlieb Cantian aus schlesischem Granit – im strengen Klassizismus, ueberraschend schlank fuer ein Siegesdenkmal. Auf der Spitze steht eine goldene Victoria von Christian Daniel Rauch, dem fuehrenden preussischen Bildhauer seiner Zeit. Den Sockel umringen vier Allegorien der Hauptbuendnispartner gegen Napoleon: Preussen, Russland, Oesterreich und Grossbritannien. Der ursprueglich runde Belle-Alliance-Platz, auf dem sie steht, wurde im Krieg zerstoert und in den 1970ern als sozialwohnungsumrahmter Mehringplatz neu angelegt – die Saeule blieb erhalten. Heute steht sie inkongruent in einer Kreuzberger Wohnsiedlung, mit Verkehrsrauschen vom Halleschen Tor. Wer die Geschichte des Platzes kennt, sieht die Saeule anders: das letzte aristokratische Element einer komplett verschwundenen Vorkriegs-Stadtanlage.
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