AKW Lubmin - Informationszentrum
Wolgast
Auch bekannt als: Kernkraftwerk Agesta
Schwedens erstes Kernkraftwerk – im Fels verborgen, versorgte Farsta von 1964 bis 1974 mit Fernwärme
Im Fels unter einem Hügel bei Ågesta im Stockholmer Vorort Huddinge liegt eine der bemerkenswertesten technischen Hinterlassenschaften Schwedens: der Ågestareaktorn, Schwedens erstes kommerziell betriebenes Kernkraftwerk. Der Bau begann 1957, die Anlage wurde tief in den Granit gesprengt – aus Sicherheitsgründen und weil der Fels selbst als Abschirmung wirkte. Von 1964 bis 1974 erzeugte der Reaktor überwiegend Fernwärme für den Stockholmer Stadtteil Farsta, daneben auch eine kleine Menge Strom. Beides gemeinsam war damals ein Pilotprojekt für die Nutzung der Kernkraft im zivilen Alltag. Nach der Abschaltung 1974 dauerte die Stillegung bis weit in die 1980er-Jahre; die unterirdischen Räume existieren noch heute. Der Reaktor ist kein Besucherort, aber er steht als stilles Relikt eines Kapitels schwedischer Technikgeschichte, das oft vergessen wird.
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