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Grande Halle de la Villette

Eine 240 mal 80 Meter grosse Eisen- und Glashalle im 19. Arrondissement, 1867 als Rinderschlachthalle des Pariser Viehmarkts La Villette errichtet, entworfen von Jules de Merindol unter dem Architekten Victor Baltard, dem Schoepfer der alten Markthallen Les Halles. Als die Schlachthaeuser 1974 nach Rungis verlegt wurden, blieb die Halle leerstehend und sollte zunaechst abgerissen werden. Stattdessen wurde sie 1979 zum Monument historique erklaert und 1983 bis 1985 von Bernard Reichen und Philippe Robert zum Kulturzentrum umgebaut — eines der fruehesten Beispiele europaeischer Industriedenkmalpflege. Heute beherbergt die Grande Halle Konzerte, Buchmessen wie den Salon du Livre und Grossausstellungen. Sie ist Teil des Parc de la Villette, der von Bernard Tschumi nach 1983 als dekonstruktivistischer Stadtpark angelegt wurde. Wer von der Cite des Sciences oder der Philharmonie de Paris kommt, geht meist durch die Halle hindurch — die Glasdacher von innen sind beeindruckend.

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