Musée national Gustave Moreau
Paris
Jugendstil-Haus mit tierischen Chimären, Elefanten und Meerjungfrauen an der Fassade — eines der surrealsten Gebäude Kiews, erbaut 1902.
Das Haus mit den Chimären in Kiew ist eines der seltsamsten und zugleich faszinierendsten Gebäude Osteuropas. Der Architekt Władysław Horodecki ließ es 1902 im Jugendstil errichten und überzog die Fassade mit einem regelrechten Zoo aus steinernen Fantasiewesen: Nashörner, Elefanten, Frösche, Meerjungfrauen und eben Chimären drängen sich an Balkonen, Simsen und Erkern. Entstanden auf einem abschüssigen Grundstück nahe dem Kiewer Regierungsviertel, war das Haus ursprünglich Horodeckis eigener Wohnsitz. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wechselten Nutzung und Eigentümer mehrfach — zeitweise diente es dem sowjetischen Staat als Unterkunft für Staatsgäste. Heute ist es im Besitz der ukrainischen Präsidialverwaltung und wird für offizielle Empfänge genutzt; eine Besichtigung von außen bleibt aber möglich.
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