Berger Straße
Frankfurt

Das Jordaan-Viertel, entstanden im frühen 17. Jahrhundert als Teil der konzentrischen Stadterweiterung Amsterdams, war ursprünglich Zufluchtsort für hugenottische Glaubensflüchtlinge sowie Heimat von Handwerkern und Färbern — der Name leitet sich vermutlich vom französischen Wort für Jordan ab, das die Einwanderer für den Prinsengracht verwendeten. Die schmalen Häuser mit charakteristischen Treppengiebeln neigen sich teilweise merklich nach vorne, weil die Fundamente im Torfboden über Jahrhunderte nachgegeben haben. Bruine Kroegen — dunkle Holzkneipen mit Kerzenlicht und Jenever hinter der Theke — sind bis heute das gesellschaftliche Rückgrat des Viertels. Wer frühmorgens durch die engen Gassen zwischen Prinsengracht und Singelgracht radelt, erlebt das Jordaan fernab von Touristen; abends spiegelt sich Kerzenschein im Kanalwasser, während Antiquitätenhändler und unabhängige Galerien ihre Rolläden schließen.
Ehemaliges Arbeiterviertel der Goldenen Zeit, heute Boutiquen, Brown Bars und Hofjes (versteckte Innenhöfe) zwischen Prinsen- und Lijnbaansgracht.
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