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Katharinengang

Tallinn

Der Katharinengang ist eine schmale Kopfsteinpflastergasse in der Tallinner Altstadt, die entlang der Außenmauer des ehemaligen Dominikanerklosters St. Katharinen aus dem 13. Jahrhundert verläuft. Das Kloster wurde 1524 im Zuge der Reformation aufgegeben und verfiel, doch die Mauer mit ihren Spitzbogennischen blieb erhalten. In diese Mauernischen sind heute kleine Ateliers und Handwerksbetriebe eingebettet, in denen Künstler Keramik, Glas und Textilien vor Ort fertigen und verkaufen. Entlang der Gasse lehnen mittelalterliche Grabsteine, die einst zur Klosterkirche gehörten — stumme Zeugen einer Ordensgemeinschaft, die jahrhundertelang das städtische Leben prägte. Die kurze Passage, kaum breiter als zwei Schultern, gehört zu den stimmungsvollsten Winkeln der Tallinner Unterstadt.

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