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London
Blackfriars ist eine der ungewöhnlicheren Stationen im Londoner Netz: Die Bahnsteige des Overground-Teils überspannen die Themse direkt, sodass Fahrgäste bei jeder Durchfahrt einen freien Blick auf den Fluss und die Blackfriars Bridge erhalten. Der Name stammt von einem Dominikanerkloster, das im 13. Jahrhundert hier gegründet wurde — die Mönche trugen schwarze Kutten, woraus der Ortsname entstand. 1538 ließ Heinrich VIII. die Anlage im Zuge der Klosterauflösung zerstören; heute erinnern weder Mauern noch Steine an das einstige Priorat. Am Rand der City of London gelegen, verbindet die Station täglich über 27 Millionen Fahrgäste im Jahr mit dem Finanzdistrikt, der Themse und dem restlichen Netz — und bietet dabei einen der seltenen Momente, in denen eine schlichte Bahnfahrt in London einen Flussübergang einschließt.
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