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Krolloper

Auch bekannt als: Staatsoper am Platz der Republik, Krollscher Wintergarten, Krolls Etablissement · +2

Berlin
  • Verschwundener Ort

Die Krolloper war ein 1844 als Vergnuegungsetablissement eroeffneter Gebaeudekomplex am Koenigsplatz westlich des Reichstags, der zwischen 1924 und 1931 zur dritten Berliner Opernbuehne neben Lindenoper und Staedtischer Oper wurde. Otto Klemperer leitete hier eine der radikalsten Opernabteilungen der Weimarer Republik mit Urauffuehrungen von Schoenberg und Hindemith und Buehnenbildern der Bauhaeusler. Nach dem Reichstagsbrand 1933 zog der Reichstag in die Krolloper um, und am 23. Maerz 1933 verabschiedete er hier das Ermaechtigungsgesetz, das Hitlers Diktatur legalisierte. Das schwer beschaedigte Gebaeude wurde 1951 endgueltig abgeraeumt. Heute steht an der Stelle Rasen zwischen Paul-Loebe-Allee und Heinrich-von-Gagern-Strasse; eine kleine Stele in der Tiergarten-Wiese erinnert noch an den Ort.

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