Bibliothèque du CICR
Genf
Auch bekannt als: Musee des Lettres et Manuscrits
Das Musee des lettres et manuscrits war ein privates Museum am Boulevard Saint-Germain, das zehntausende handgeschriebene Briefe, Notenblaetter und Manuskripte aus Literatur, Musik und Geschichte zeigte. Es wurde 2004 vom Sammler Gerard Lheritier eroeffnet und kombinierte Originalbriefe von Napoleon, Marie Curie, Mozart und Proust mit Vitrinen, die das Schreiben selbst zum Exponat machten. 2014 brach die dahinter stehende Gesellschaft Aristophil in einem grossen Anlagebetrugsskandal zusammen, das Museum schloss kurz darauf, die Sammlung wurde gerichtlich versteigert. Wer heute nach der Adresse sucht, findet leere Raeume und Hinweise auf die laufenden Verfahren. Der Fall gilt in Frankreich als groesste Sammler-Affaere der letzten Jahrzehnte und ist ein Stueck Pariser Wirtschaftsgeschichte.
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