Bismarckgedenktafel
Dresden
Auch bekannt als: Showa-kan
Das Nationale Showa-Gedaechtnismuseum in Kudanshita, wenige hundert Meter vom umstrittenen Yasukuni-Schrein entfernt, oeffnete 1999 mit dem Auftrag, das Alltagsleben der Japaner waehrend und nach dem Pazifikkrieg zu dokumentieren. Der schmale, von Aluminiumlamellen verkleidete Bau wirkt von aussen geschlossen; im Inneren fuehrt eine Spirale durch sieben Geschosse. Die Dauerausstellung im 6. und 7. Stock zeigt rund 350 Alltagsobjekte: Lebensmittelmarken, geflickte Schuluniformen, Kuechengeschirr aus Aluminiumtoepfen, eine Luftschutzhuette in Originalgroesse und Tagebuecher aus den Hungerjahren 1944 bis 1948. Bewusst ausgespart bleibt die politische und militaerische Verantwortlichkeitsfrage - Kritiker werfen dem Museum vor, den Krieg ausschliesslich als Schicksalsschlag fuer die japanische Zivilbevoelkerung zu erzaehlen. Im Lesesaal koennen Besucher Wochenschauen und Radioausschnitte der Showa-Zeit anhoeren.
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